Ukraine 26 Tote bei Absturz von Militärflugzeug

Im Osten der Ukraine ist ein Militärflugzeug abgestürzt. Dabei kamen 26 Menschen ums Leben. Zwei Insassen konnten sich durch einen Sprung retten, einer von ihnen starb später im Krankenhaus. Die Propellermaschine soll beim Landeversuch verunglückt sein. Die genaue Ursache war zunächst unklar.

Ein Militärflugzeug vom Typ Antonow AN-26 in Flammen
Bild von der Absturzstelle der AN-26. Bildrechte: Emergency Situation Ministry/dpa

Beim Absturz eines Militärflugzeugs vom Typ Antonow AN-26 sind am Freitag im Osten der Ukraine 26 Menschen ums Leben gekommen. Das hat Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag bestätigt und einen nationalen Tag der Trauer ausgerufen.

Offenbar Triebwerk ausgefallen

Gebietsgouverneur Alexej Kutschera zufolge war vor dem Absturz ein Triebwerk des zweimotorigen Flugzeugs ausgefallen. Verteidigungsminister Andrej Taran sagte, vermutlich habe eine Tragfläche den Boden geschrammt, und daraufhin habe die Antonow Feuer gefangen.

Nach Darstellung der Behörden waren 27 Menschen an Bord der Antonow, 20 junge Rekruten der Universität der Luftstreitkräfte und sieben Besatzungsmitglieder. Sie seien auf dem Rückweg eines Übungsflugs gewesen. Die Kadetten waren der Hochschule zufolge nicht am Steuern der Maschine beteiligt.

Überlebender am Folgetag gestorben

Ein Flugzeug vom Typ AN-26
Russische Propellermaschine vom Typ AN-26 (Archivbild) Bildrechte: dpa

Zwei der Insassen hatten den Absturz zunächst überlebt. Sie waren beim Landeanflug abgesprungen und schwer verletzt worden. Einer der beiden erlag später seinen Verletzungen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Der zweite Überlebende befindet sich nach Angaben der behandelnden Militärklinik nicht in Lebensgefahr.

Absturzstelle in der Nähe des Kriegsgebiets

Die Region liegt rund 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt im Osten der krisengeschüttelten Ukraine, aber nicht im dortigen Kriegsgebiet. In dem blutigen Konflikt vermitteln Deutschland und Frankreich. Allerdings gerieten die Versuche einer friedlichen Lösung der Krise zuletzt wieder ins Stocken. Die Ukraine und die von Russland unterstützten Separatisten werfen sich gegenseitig vor, zu wenig für die Umsetzung eines Friedensplanes zu tun.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. September 2020 | 21:30 Uhr