Feinstaubbelastung Umwelthilfe will Silvester-Böller-Verbot in 14 mitteldeutschen Städten

Die Deutsche Umwelthilfe hat in Städten mit besonders hoher Feinstaubbelastung ein Verbot von Silvester-Feuerwerk beantragt. Auch 14 mitteldeutsche Städte müssen sich mit dem Antrag befassen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in 14 mitteldeutschen Städten einen formalen Antrag auf das Verbot von Silvester-Feuerwerk gestellt. Die DUH begründete diesen Schritt damit, dass die Luft dieser Städte im Jahresmittel mit mehr als 20 Mikrogramm Feinstaubpartikeln je Kubikmeter belastet ist.

Diese Mitteldeutschen Städte sind betroffen

Sachsen
Chemnitz (21)
Dresden (23)
Görlitz (22)
Leipzig (28)
Zittau (22)
Zwickau (20)

Sachsen-Anhalt
Halberstadt (24)
Halle (27)
Magdeburg (24)
Wittenberg (22)

Thüringen
Erfurt (21)
Gera (20)
Mühlhausen (24)
Weimar (20

(In Klammern der Jahresmittelwert für die Partikelkonzentration von Feinstaub in Mikrogramm pro Kubikmeter Luft)

Umwelthilfe: 60 Prozent der Deutschen für Verbot

Die Organisation argumentiert mit Umweltschutz, Brandschutz und Schutz von in den Städten lebender Wildtiere. Die Umwelthilfe bezieht sich außerdem auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, nach der 60 Prozent der Deutschen ein Verbot von Silvesterfeuerwerk unterstützen. Als Alternative schlägt die DUH Licht- und Lasershows vor, die in einigen deutschen Städten bereits vorgeführt werden.

Wir wünschen uns weiterhin freudige Feste zum Jahreswechsel – aber ohne verpestete Luft, brennende Häuser, verletzte Menschen und verängstigte Tiere durch archaische Schwarzpulver-Böllerei.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH

Rechtsgutachten für und gegen Feuerwerksverbote

Zusammen mit den Verbotsanträgen – Deutschlandweit gingen seit Juli insgesamt 98 an Kommunen – legte die DUH ein Rechtsgutachten vor, das nach ihren Angaben Möglichkeiten für entsprechende Verbotsregelungen durch Kommunen aufzeigt. Der Verband der pyrotechnischen Industrie veröffentlichte ebenfalls am Mittwoch ein Rechtsgutachten, demzufolge Feuerwerksverbote von Kommunen nicht zulässig seien. Die geltende Gesetzeslage erlaube derzeit nur das Verbot von Knallkörpern wie Böller.

Die Städte müssen sich mit diesem formalen Verbotsantrag nun beschäftigen. Die DUH hofft nach Angaben ihres Bundesgeschäftsführers darauf, dass möglichste viele bereits zum kommenden Jahreswechsel innerstädtische Böller-Verbote beschlössen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Oktober 2019 | 12:15 Uhr

63 Kommentare

Udo vor 47 Wochen

......."mit dem Wissen verknüpfen, dass sich böse Geister mit der Knallerei nicht vertreiben lassen"
Auch die Existenz von Gott wurde nicht nachgewiesen, trotzdem wird mit Hilfe dieses Gottes so oft versucht, das Verhalten des Menschen zu beeinflussen.

Udo vor 47 Wochen

Und was noch nicht per Gesetz verboten ist, da dreht die DUH mit Hilfe von Steuermitteln dran, bis es verboten wird, und verdient nicht schlecht daran.

Udo vor 47 Wochen

Klar doch, das trifft ja auf sooo viele zu, Einzelfälle gibt es nur bei anderer Thematik.
Sicher haben sich diese Leute das hart erarbeitet, nun leben sie von den Früchten ihrer Anstrengungen. Und der Hinweis auf den Osten darf nicht fehlen.