Radfahrer fahren bei Gewitter-Regen durch Leipzig
Radfahrer fahren am Mittwoch bei starkem Gewitter-Regen durch Leipzig. Bildrechte: dpa

Mitteldeutschland Bahn-Sperrungen und Schäden nach Gewittern und Starkregen

Mitteldeutschland hat den dritten Tag in Folge schwere Gewitter mit Starkregen und Sturm abbekommen. Für weite Teile bestanden Unwetterwarnungen. In Westsachsen wurden Bahnstrecken durch umgestürzte Bäume blockiert. Am Flughafen Leipzig/Halle konnte ein Ferienflieger nicht landen. Im Jerichower Land setzte ein Blitzeinschlag ein Hausdach in Brand.

Radfahrer fahren bei Gewitter-Regen durch Leipzig
Radfahrer fahren am Mittwoch bei starkem Gewitter-Regen durch Leipzig. Bildrechte: dpa

Den dritten Tag in Folge hat Mitteldeutschland das volle Unwetter-Programm mit Gewitter, Starkregen, Hagel und Sturmböen zu spüren bekommen. Für weite Teile Sachsens sowie Ost-Thüringens und Ost-Sachsen-Anhalts galten am Mittwoch erneut Unwetterwarnungen. Im Landkreis Greiz fielen innerhalb einer Stunde 30 Liter pro Quadratmeter Regen. Im Leipziger Land waren es 25 Liter.

Sachsen: Störungen im Flug- und Bahnverkehr

In Westsachsen wurde der Bahnverkehr gestört. So musste die Vogtlandbahn zwischen Adorf und Bad Brambach gesperrt werden, nachdem ein Zug gegen einen umgestürzten Baum geprallt war. Auf der Bahnstrecke Falkenstein-Zwickau wurden mehrere Züge von umgestürzten Bäumen blockiert.

Blitze über Windkraftanlage in Ostrau
Blitze über einer Windkraftanlage im sächsischen Ostrau. Bildrechte: dpa

Am Flughafen Leipzig/Halle konnte eine Urlaubermaschine aus Gran Canaria wegen des Unwetters nicht landen. Der Flieger musste nach Berlin-Schönefeld umgeleitet werden. Ab 16 Uhr wurde wegen des Gewitters die Abfertigung aller Maschinen auf dem Vorfeld zeitweise eingestellt.

In Dresden wurde der Innenraum des Rudolf-Harbig-Stadions vor einem Rammstein-Konzert zur Sicherheit geräumt. Erst nach rund 45 Minuten konnten die Fans wieder zurückkehren.

Sachsen-Anhalt: Blitzeinschlag in Wohnhaus

Die Feuerwehr löscht einen Brand an einem Wohnhaus
In Leitzkau hat ein Blitzeinschlag einen Dachbrand ausgelöst. Bildrechte: dpa

In Leitzkau im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt schlug ein Blitz in ein Wohnhaus ein. Dabei wurde der Dachstuhl des Gebäudes in Brand gesetzt. Laut Polizei wurde aber niemand verletzt. Auch mehrere Bäume stürzten in der Region um. Im Raum Halle wurden infolge der starken Niederschläge Gullydeckel hochgedrückt.

"Energieüberladene Luft"

Wie MDR-Meteorologe Thomas Globig sagte, hatte die "energieüberladene Luft" dafür gesorgt, dass sich im Bereich Weimar-Vogtland am Nachmittag eine Gewitterlinie aufbaute, die sich später nach Nordosten ausbreitete. Sie brachte Starkregen, Hagel und Sturm nach Ost-Thüringen, das östliche Sachsen-Anhalt und Sachsen und erreichte am Abend die vorpommersche Ostseeküste.

Donnerstag kühler und ruhig

Nach Voraussagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bleibt es am Donnerstag unwetterfrei. Im Osten Deutschlands liegen die Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Im Westen bleiben die Temperaturen unterhalb der 25-Grad-Marke.

Der Freitag wird in ganz Deutschland noch wärmer. In Mitteldeutschland steigen die Temperaturen zeitweise auf über 30 Grad. Am Samstag bleibt es im Osten sehr warm bei bis zu 33 Grad. In der Lausitz werden Temperaturen um die 35 Grad erwartet. In ganz Deutschland können im Laufe des Tages vielerorts dann wieder Schauer und Gewitter runterkommen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 12. Juni 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2019, 21:00 Uhr