Unwetter Sachsen
Im Erzgebirge haben schwere Gewitter gewütet. Bildrechte: Bernd März

Sachsen besonders betroffen Heftige Unwetter über dem Osten und Süden

In der Nacht sind schwere Unwetter über den Osten und den Süden des Landes gezogen. Blitze schlugen in Häuser ein, Bäume stürzten um und Straßen und Keller liefen voll. Es ist mit Behinderungen im Straßen-, Schienen und Flugverkehr zu rechnen.

Unwetter Sachsen
Im Erzgebirge haben schwere Gewitter gewütet. Bildrechte: Bernd März

In Nacht zum Dienstag sind schwere Gewitter über den Osten und den Süden Deutschlands gezogen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gab es vereinzelt Hagelkörner mit bis zu sechs Zentimetern Durchmesser. Bei Orkanböen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde fielen unter anderem in Sachsen bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde.

Polizei und Feuerwehr mussten in Sachsen zu zahlreichen Einsätzen wegen Bränden durch Blitzschläge, umgestürzten Bäumen, Schlammlawinen und überfluteten Straßen und Kellern ausrücken. Bayern war nach Angaben des DWD ebenfalls stark betroffen. Dort gingen durch den Hagel Auto- und Fensterscheiben zu Bruch.

Straßen gesperrt, Flüge verschoben, Bahnen verspätet

Nicht nur im Straßenverkehr ist wegen der Unwetterschäden mit Einschränkungen zu rechnen, auch Schienen- und Flugverkehr sind betroffen:  Am Dienstagmorgen fallen in Dresden Flüge nach Frankfurt und München aus. In Leipzig ist am Dienstag ebenfalls ein Frühflug nach Frankfurt gestrichen. Bahnreisende müssen nach Angaben der Deutschen Bahn unter anderem auf der Strecke Berlin-Dresden sowie Landshut und München mit Verspätungen rechnen.

Anders als befürchtet, blieben Sachsen-Anhalt und Thüringen weitgehend von dem Unwetter verschont, wenngleich im thüringischen Schmölln mehr als 600 Blitze in zehn Minuten gezählt wurden. Auch in weiten Teilen Norddeutschlands fiel es weniger schlimm aus.

Weitere Unwetter erwartet

Der DWD warnt auch am Dienstag vor Unwettern vor allem vom östlichen Alpenrand bis zur Ostsee. Im Osten werden die Temperaturen erneut auf bis zu 32 Grad steigen, während im Westen und Südwesten nur 16 bis 20 Grad erwartet werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Juni 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2019, 07:15 Uhr

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4 Kommentare

11.06.2019 21:46 Olaf Jähnig 4

Schön das die Experten wissen wo es gestern geregnet hat und wieviel Blitze wo eingeschlagen sind. Aber es wäre vielleicht mal zu überlegen etwas ganz anders zu machen.
Vielleicht könnte man mal versuchen, was neues, innovatives zu tun. Ein ganz neues Konzept. Etwas was noch nie versucht wurde.
Mein Vorschlag: versucht doch mal, ob Ihr das Wetter für sagen wir mal, den nächsten Tag vorher sagen könnt.

Man das wäre klasse.

Lg Olaf Jähnig

11.06.2019 14:04 Querdenker 3

Zitat: „… wenngleich im thüringischen Schmölln mehr als 600 Blitze in zehn Minuten gezählt wurden.“

Nur etwa 10 bis 20 % der Blitze erreichen den Erdboden (Erdblitz). Die meisten Blitze entladen sich in den Wolken (Wolkenblitz).

Bei Erdblitzen wird noch zwischen Negativ- und Positivblitzen unterschieden. Die Bezeichnung rührt von ihrer unterschiedlichen Ladung her. Positivblitze kommen vom oberen Wolkenstockwerk und sind sehr viel stärker als ein normaler Erdblitz, der vom unteren Rand der Wolke kommt. Von den gesamten Erdblitzen sind etwa 5% Positivblitze.

Die Frage ist nun, ob es sich bei den 600 Blitzen innerhalb von 10 Minuten um Erdblitze handelte. Das kommt auf das Messsystem an. Das kann absolut sein, dass es sich um Erdblitze handelt und Wolkenblitze nicht erfasst worden sind. Wolkenblitze sind ja auch weniger von Interesse, vom Naturschauspiel mal abgesehen.

11.06.2019 12:03 Anton 2

Und das alles nur deshalb, weil Aldi Plastiktüten nicht verboten hat!

11.06.2019 11:10 vtw 1

seit mehreren Tagen wird der mdr nicht müde uns
mit Gewitterwarnungen zu bombadieren.
Gibt es wirklich nichts anderes ?
Letzte Woche wurden doch im BT viele Gesetze verabschiedet, werden diese nun durch die Landesregierung umgesetzt oder wird noch bis September diskutiert ?
Der mdr hat wohl noch keine Instruktionen von Herrn Seiber erhalten ?