Statistisches Bundesamt Dramatischer Anstieg beim Schadholz im Wald

Trockenheit und Schädlinge setzen dem deutschen Wald immer heftiger zu. Das Bundesamt für Statistik registrierte zuletzt 32 Millionen Kubikmeter Schadholz  – sechs Mal mehr als im Jahr 2017.

Die Menge der durch Schädlingsbefall zerstörten Bäume in deutschen Wäldern hat sich in den vergangenen zwei Jahren nahezu um das Sechsfache erhöht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg das Volumen des entfernten Schadholzes zwischen 2017 und 2019 von rund sechs Millionen auf 32 Millionen Kubikmeter.

Trockenheit führt zu Folgeschäden

Der Bundesstatistik zufolge haben die Dürre- und Hitzephasen der letzten Jahre viele Bäume geschwächt und besonders anfällig für Borkenkäfer und andere Insekten gemacht. Auch Stürme, Brände, Schneebruch sowie Krankheiten und Pilzbefall setzten dem Wald zu.

So verdoppelte sich der Schadholzeinschlag zwischen 2017 und 2018 von sechs Millionen Kubikmetern auf elf Millionen Kubikmeter. Im Jahr darauf verdreifachte sich dann das Volumen noch einmal auf 32 Millionen Kubikmeter.

Mehr Schadholz als Nutzholz geschlagen

Schadholz machte im vergangenen Jahr den Angaben zufolge mehr als zwei Drittel des gesamten Holzeinschlags in den Wäldern aus, was ebenfalls außergewöhnlich viel war. Nach Angaben des Bundesamts lag der Anteil 2010 nur bei rund einem Fünftel. Acht von zehn gefällten Bäumen entfielen zuletzt auf Nadelhölzer wie Fichten, Tannen, Douglasien, Kiefern und Lärchen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Juli 2020 | 09:30 Uhr

1 Kommentar

Eulenspiegel vor 17 Wochen

Das ist doch genau das was die Wissenschaft schon seit langen sagt. Mit dem Wald, und nicht nur mit dem Wald, wird es abwärts gehen. Das sind die Folgen des Klimawandels. Da ändert auch das z.Z. milde Wetter bei uns nichts dran. Der Klimawandel geht weiter. Wir müssen alles tun damit was wir können damit aus dem Klimawandel keine Klimakatastrophe wird.