Werner Müller, Aufsichtsratmitglied der Borussia Dortmund GmbH & Co.
Werner Müller ( 1. Juni 1946 - 16. Juli 2019)  Bildrechte: dpa

Trauer Früherer Bundesminister Müller gestorben

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Werner Müller ist tot. Der parteilose Manager war krebskrank, er wurde 73 Jahre alt.

Werner Müller, Aufsichtsratmitglied der Borussia Dortmund GmbH & Co.
Werner Müller ( 1. Juni 1946 - 16. Juli 2019)  Bildrechte: dpa

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und deutsche Manager Werner Müller ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Das teilte der Evonik-Konzern mit.

Müller arbeitete als Vorstandsvorsitzender der Ruhrkohle AG bzw. später Evonik, war Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bahn AG sowie Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung.

Wirtschaftsminister im ersten Schröder-Kabinett

Werner Müller und Gerhard Schröder, 1998
Nach vier Jahren im ersten Kabinett Schröder war Schluss. Bildrechte: dpa

Bundeskanzler Gerhard Schröder holte den parteilosen Manager 1998 als Wirtschafts- und Technologieminister in sein rot-grünes Kabinett. In dieser Zeit verhandelte Müller unter anderem mit der Industrie über den Atomkompromiss und schrittweisen Ausstieg.

Nach der Bundestagswahl 2002 berief der wiedergewählte Schröder Müller nicht in die neue Regierung. Das Wirtschaftsressort wurde mit dem Arbeitsministerium zum Superministerium für Wirtschaft und Arbeit zusammengelegt, Bundesminister wurde Wolfgang Clement.

Müller: "Bin etwas heftiger erkrankt"

Werner Müller war an Krebs erkrankt. Er hinterlässt Frau und zwei Kinder.

Werner Müller, ehemaliger Bundeswirtschaftsminister, l), wird von Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Verdienstorden für Werner Müller: Der Manager gilt als Erfinder der RAG-Stiftung zum sozialverträglichen Kohleausstieg. Bildrechte: dpa

Im Frühjahr 2018 hatte der gebürtige Essener aus den Händen von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet den Verdienstorden des Landes NRW für sein Lebenswerk erhalten.

Für die Auszeichnung bedankte sich Müller mit den Worten: "Ich hoffe, dass ich ihn einige Zeit tragen kann. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch, dass ich den Platz in absehbarer Zeit wieder freimachen kann für andere Ordensträger. Das ist leider so. Ich bin etwas heftiger erkrankt."

Diese Prominenten starben 2019

Der Kammersänger Theo Adam am Tag der Wiedereröffnung der Semperoper vor dem wiederaufgebauten Opernhaus auf dem Theaterplatz. Der renommierte Opernsänger Theo Adam ist tot. Er starb am 10.01.2019 im Alter von 92 Jahren in einem Dresdner Pflegeheim, wie die Familie der Deutschen Presse-Agentur am 11.01.2019 bestätigte.
Theo Adam: 1. August 1926 - 10. Januar 2019 Er war 60 Jahre lang Opernsänger, trat in rund 5.000 Aufführungen auf. Der gebürtige Dresnder war als begnadeter Wagner-Interpret weltweit gefragt - angefangen von der Semperoper, über die Bayreuther Festspiele bis hin zur New Yorker Metropolitan Opera. Bildrechte: dpa
Der Kammersänger Theo Adam am Tag der Wiedereröffnung der Semperoper vor dem wiederaufgebauten Opernhaus auf dem Theaterplatz. Der renommierte Opernsänger Theo Adam ist tot. Er starb am 10.01.2019 im Alter von 92 Jahren in einem Dresdner Pflegeheim, wie die Familie der Deutschen Presse-Agentur am 11.01.2019 bestätigte.
Theo Adam: 1. August 1926 - 10. Januar 2019 Er war 60 Jahre lang Opernsänger, trat in rund 5.000 Aufführungen auf. Der gebürtige Dresnder war als begnadeter Wagner-Interpret weltweit gefragt - angefangen von der Semperoper, über die Bayreuther Festspiele bis hin zur New Yorker Metropolitan Opera. Bildrechte: dpa
Pawel Adamowicz, Bürgermeister der polnischen Stadt Danzig
Pawel Adamowicz: 2. November 1965 - 14. Januar 2019 Danzigs Bürgermeister Pawel Adamowicz widersetzte sich dem polnischen Regierungskurs der PiS-Partei. Er starb an den schweren Verletzungen durch einen Messerangriff. Sein Tod löste in Polen eine Debatte über Hass in Politik und Medien aus. Bildrechte: dpa
Mirjam Pressler
Mirjam Pressler: 18. Juni 1940 - 16. Januar 2019 Erst mit 40 Jahren begann sie mit dem Geschichtenschreiben und wurde eine der erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Pressler übersetzte zudem über 300 Werke ins Deutsche - darunter auch die Tagebücher der Anne Frank. Bildrechte: dpa
Emiliano Sala
Emiliano Sala: 31. Oktober 1990 - 21. Januar 2019 Der Stürmer Emiliano Sala war der treffsicherste Argentinier nach Lionel Messi. Oft belächelt für seine fehlende Spieleleganz, galt er als nimmermüder Kämpfer. Mit nur 28 Jahren kam er beim Absturz einer Propellermaschine in den Ärmelkanal ums Leben. Bildrechte: dpa
Michel Legrand - Festival Lumiere 2014, Lyon-Frankreich
Michel Legrand: 24. Februar 1932 - 26. Januar 2019 Der französische Komponist, Pianist und Sänger wurde vor allem durch seine Filmmusik bekannt. Zwölf Mal war er für den Oscar nominiert, drei Mal bekam er ihn: für seine Soundtracks zu "Yentl", "Sommer 42" und "Thomas Crown ist nicht zu fassen". Bildrechte: imago/PanoramiC
Ursula Karusseit (1939 - 2019)
Ursula Karusseit: 2. August 1939 - 1. Februar 2019 Die Rolle der Kantinenchefin in der ARD-Serie "In aller Freundschaft" war das Alterswerk von Ursula Karusseit. Als Theaterschauspielerin lernte sie ihr Handwerk, in den DDR-Mehrteilern "Wege übers Land" und "Daniel Druskat" schrieb sie Fernsehgeschichte. Bildrechte: MDR/Wernicke
Der ehemalige finnische Skispringer Matti Nykänen.
Matti Nykänen: 17. Juli 1963 - 3. Februar 2019 Er galt als einer der besten Skispringer aller Zeiten und lieferte sich legendäre Duelle mit Jens Weißflog: der Finne Matti Nykänen. Der Absprung nach seiner außergewöhnlichen Karriere gelang ihm hingegen nicht. Er starb mit nur 55 Jahren. Bildrechte: dpa
Regisseur Vaclav Vorlicek
Václav Vorlíček: 3. Juni 1930 - 5. Februar 2019 Seinen größten Erfolg feierte der Prager Regisseur mit der 1973 entstandenen deutsch-tschechoslowakischen Co-Produktion "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Der Märchenfilm, der unter anderem auf Schloss Moritzburg bei Dresden gedreht wurde, läuft jedes Jahr zu Weihnachten im deutschen Fernsehen. Bildrechte: dpa
Rudi Assauer
Rudi Assauer: 30. April 1944 - 6. Februar 2019 Der ehemalige Profi-Fußballer galt als die Seele des FC Schalke 04. Als der Verein Mitte der 1990er-Jahre finanziell am Boden lag, brachte er ihn wieder zu Erfolgen. 2012 machte Assauer öffentlich, dass er an Alzheimer litt - ein mutiger Schritt für den ewigen Macho. Bildrechte: imago/Revierfoto
Rosamunde Pilcher
Rosamunde Pilcher: 22. September 1924 - 6. Februar 2019 Die Bestseller-Autorin war legendär für ihre Liebesgeschichten, bei denen es immer ein Happy-End gab. Weltweit verkaufte die Britin 65 Millionen Bücher. Nirgends war sie so beliebt wie in Deutschland, wo auch zahlreiche Geschichten verfilmt wurden. Bildrechte: imago/bonn-sequenz
Jörg Schönbohm
Jörg Schönbohm: 2. September 1937 - 7. Februar 2019 Als Befehlshaber des Bundeswehrkommandos Ost löste Jörg Schönbohm Anfang der 1990er-Jahre die Nationale Volksarmee auf. Der gebürtige Brandenburger war nach der Wende in sein Bundesland zurückgekehrt, wo er 1999 bis 2009 CDU-Innenminister war. Für Entrüstung sorgte er 2005, als er den neunfachen Babymord einer Brandenburgerin auf die "erzwungene Proletarisierung" durch das SED-Regime zurückführte. Bildrechte: dpa
Tomi Ungerer
Jean-Thomas "Tomi" Ungerer: 28. November 1931 - 9. Februar 2019 Der französische Zeichner, Karikaturist und Kinderbuchautor stammte aus dem Elsass. Er veröffentlichte mehr als 140 Bücher, darunter "Das Kamasutra für Frösche". Eine Kunstkritikerin adelte ihn als "Picasso der Karikatur". Ungerer starb im Alter von 87 Jahren in seiner Wahlheimat Irland. Bildrechte: dpa
Bruno Ganz, 2017
Bruno Ganz: 22. März 1941 - 16. Februar 2019 Seit Mitte der 1970er Jahre wurde der Schauspieler mit Filmen wie "Der amerikanische Freund" oder als Adolf Hitler in "Der Untergang" in Deutschland bekannt. Er war auch gefeierter Theaterschauspieler, spielte unter anderem in einer legendären "Faust"-Inszenierung des Regisseurs Peter Stein während der Expo 2000 in Hannover. Bildrechte: dpa
Karl Lagerfeld
Karl Otto Lagerfeld: 10. September 1933 - 19. Februar 2019 Der gebürtige Hamburger Karl Lagerfeld arbeitete nach seinem Umzug nach Paris seit den 50er-Jahren als Modeschöpfer, Designer und Fotograf. Er entwarf für berühmte Modehäuser wie Balmain, Chloé und Fendi Frauen- und Männermode. Besonders als Kreativdirektor von Chanel wurde er zur Ikone. Sein jahrzehntelanger Einfluss auf die Haute Couture und sein persönlicher Stil brachten ihm die Beinahmen "Modezar" und "King Karl" ein. Bildrechte: dpa
Mark David Hollis: 4. Januar 1955 - 25. Februar 2019 Der britische Musiker, Komponist und Sänger wurde vor allem als Kopf der Band "Talk Talk" in den 80er-Jahren mit Hits wie "Such A Shame" und "It's my Life" bekannt. 1998 brachte Hollis noch ein Solo-Album heraus, zog sich dann aber zurück. Bildrechte: dpa
Werner Schneyder bei der Aufzeichnung der ZDF-Talkshow Markus Lanz
Werner Schneyder: 25. Januar 1937 - 2. März 2019 Werner Schneyer war Kabarettist, Moderator und Autor. In Deutschland wurde der Österreicher als ZDF-Sportkommentator bei Boxkämpfen und im "Aktuellen Sportstudio" bekannt. Bildrechte: imago/Future Image
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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. Juli 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2019, 10:37 Uhr

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