Über 36 Grad Das sind die heißesten Orte in Mitteldeutschland

Der Samstag hat vielerorts neue Hitze-Rekorde für dieses Jahr gebracht. In Mitteldeutschland waren Bernburg, Jena und Mockrehna die heißesten Orte. Wegen anhaltender Trockenheit steigt aber auch die Waldbrandgefahr, in Sachsen und Thüringen musste die Feuerwehr bereits wegen Waldbränden ausrücken.

Badegäste springen im Naturbad Mockritz von einem Steg in das Wasser.
Viele Freibäder freuten sich angesichts der Hitze wieder über mehr Gäste - um Abstandsregeln zu gewährleisten und das Infektionsrisiko zu minimieren, gelten aber strikte Hygieneauflagen. Bildrechte: dpa

Bernburg, Jena und Mockrehna sind am Samstag die heißesten Orte in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen gewesen. Das teilte der Deutsche Wetterdienst DWD mit. Spitzenreiter war demnach Bernburg im Salzlandkreis mit 36,8 Grad Celsius. Selbst in Schierke am Brocken wurden 30,9 Grad erreicht. Nur ganz oben auf dem Brockengipfel in 1.141 Meter Höhe wehte ein milderes Lüftchen bei 26,7 Grad.

In Jena wurden 36,1 Grad gemessen. Die Universitätsstadt lag damit in Thüringen knapp vor Artern mit 36,0 Grad. Heiß war es im Freistaat auch in Olbersleben im Landkreis Sömmerda mit 35,8 Grad und in Bad Berka im Weimarer Land mit 35,3 Grad.

Auch in Sachsen Hitzerekord

Mockrehna im Landkreis Nordsachsen als heißester Ort in Sachsen schaffte es auf 35,9 Grad. In Leipzig-Holzhausen wurden 35,6 Grad gemessen, in Aue im Erzgebirge 34,2 Grad. Dem DWD zufolge war es vielerorts in Sachsen an einem 8. August noch nie so warm wie in diesem Jahr.

Den bundesweiten Hitzerekord knackte Trier-Petrisberg in Rheinland-Pfalz mit 38,2 Grad. Auch am Sonntag soll die Hitzewelle durch Hoch "Detlef" anhalten. Ortsweise können Gewitter aber etwas Abkühlung bringen. Für Thüringen wurde gegen Mittag eine Unwetterwarnung herausgegeben. In den kommenden Tagen wird in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aber weiterhin mit Temperaturen über 30 Grad gerechnet.

Waldbrände und hohe Warnstufen

Angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit steigt auch die Gefahr von Waldbränden. Zahlreiche Orte in Sachsen erreichten am Wochenende die höchste Warnstufe 5, darunter die Landkreise Nordsachsen und Meißen sowie der Südwesten des Landkreises Leipzig. Andernorts galt die zweithöchste Alarmstufe. Bei Beilrode im Landkreis Nordsachsen geriet am Samstag eine Fläche von 50 Hektar Wald in Flammen. Der Feuerwehr zufolge ist der Brand inzwischen unter Kontrolle. Wegen beschädigter Bäume gestalten sich die Löscharbeiten verbleibender Glutnester jedoch schwierig. Die Bahnstrecke der S-Bahnlinie 4 und des Regionalexpress von Leipzig nach Cottbus wurde gesperrt. Ein Busnotverkehr ist eingerichtet.

Auch in Ostthüringen rückte die Feuerwehr wegen eines Waldbrandes aus. In Weida im Landkreis Greiz hatten sich nach ersten Ermittlungserkenntnissen Gartenabfälle und Reisig selbst entzündet. Etwa 150 Quadratmeter Wald brannten, konnten aber schnell gelöscht werden.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 08. August 2020 | 19:30 Uhr

1 Kommentar

W.Merseburger vor 6 Wochen

Den Ort Mockrehna in Sachsen sollte man sich auf der Jagd nach ständigen Höchstwerten der Temperatur mit 35,9° C unbedingt merken. Das Jammern wegen des furchtbaren Wetters geht nun wieder los. Wie der Wetterfrosch Herr Fuchs bei RTL gerade bemerkte, hat der August an der Ostsee bereits mehr heiße Tage hervorgebracht als der Juni und der Juli zusammen. Wir hatten dieses Jahr ein gemäßigtes mitteleuropäisches Wetter wegen des Fehlens eine stabilen Azorenhochs. Bei einer solchen Wetterlage wird dann meist ein schöner Spätsommer Realität. Und kurze Hitzewellen sind immer aufgetreten solange ich denken kann!