Wetter-Jahresbilanz Sachsen-Anhalt am trockensten, Sachsen am sonnigsten

2019 war das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Besonders schwer hatte es Sachsen-Anhalt – hier war es besonders trocken. Deutschlandweit die meisten Sonnenstunden hatte dagegen Sachsen.

Eine Frau steht auf einem Feld.
2019 brachte viel Sonne und wenig Regen. Bildrechte: imago/Photocase

Hinter Mitteldeutschland liegt ein trockenes und sonniges Jahr. Das ergab die erste Auswertung der Daten des Deutschen Wetterdienstes für das Jahr 2019.

Sachsen-Anhalt: Trockenstes Bundesland

Vor allem in Sachsen-Anhalt war es zu trocken. Mit nur etwa 475 Litern pro Quadratmeter Regen im Jahr, lag das lang deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und erreichte nur 87 Prozent des Regen-Solls. Damit war Sachsen-Anhalt das trockenste Bundesland.

Die durchschnittliche Temperatur im Land lag bei 11 Grad Celsius, das waren 2,3 Grad mehr als das bisherige langjährige Jahresmittel. Wärmer war es im Durchschnitt nur in Berlin und Brandenburg. Zudem bekam Sachsen-Anhalt viele Sonnenstunden ab und stellte im Februar sogar einen neuen Sonnenscheinrekord in diesem Wintermonat auf.

Sachsen: Sonnigstes Bundesland

Über noch mehr Sonne konnten sich die Sachsen freuen. Nirgendwo schien so viel die Sonne, wie im Freistaat. Mit fast 1905 Sonnenstunden war Sachsen das sonnenreichste Bundesland. Gleichzeitig kann Sachsen auch die tiefste Temperatur des Jahres vermelden: Am 21. Januar wurden in Deutschendorf/Brüderwiese im Erzgebirge -18,6 Grad Celsius gemessen. Im Jahresdurchschnitt war es in Sachsen dagegen mit 10,4 Grad Celsius auch recht warm. Außerdem regnete es zu wenig. Mit 595 Litern pro Quardatmeter lag auch Sachsen unter dem Soll.

Thüringen: Unbeständiges Wetter

In Thüringen war es etwas kühler. Hier erreichte die Temperatur einen Jahresdurchschnitt von 10 Grad Celsius. Dennoch blieb der Niederschlag mit 635 Litern pro Quadratmeter im Jahr hinter dem Regen-Soll zurück. Die Trockenheit, die in den Wäldern auch noch vom Vorjahr zu spüren war, begünstigte auch zwei große Waldbrände Ende April an der Bleilochtalsperre und bei Plaue im Ilmkreis. Das Wetter zeigte sich zudem unbeständig. Im März zog das Sturmtief "Eberhard" durch den Süden des Landes bei Sonneberg. Im Mai entluden sich heftige Gewitter mit Hagel, der anschließen zwischen Plaue und Neusiß einen halben Meter hoch lag.

Wärmstes Jahrzehnt – drittwärmstes Jahr

Damit geht ein besonders warmes Jahrzehnt zuende. Das Jahr 2019 war das drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Wärmer seien nur 2018 und 2014 gewesen. Laut DWD lag der Temperaturdurchschnitt bei 10,2 Grad Celsius und damit zwei Grad über dem Wert der Referenzperiode 1961 bis 1990.

In elf Monaten hätten die Temperaturen über dem Mittel gelegen. Lediglich der Mai sei zu kühl gewesen. Während der extremen Hitze im Juli sei der neue deutsche Temperatur-Rekord von 42,6 Grad gemessen worden.

Zudem verlief das Jahr wieder zu trocken. Mit rund 730 Litern pro Quadratmeter wurden nur 93 Prozent des Regen-Solls gemessen. Der wenigste Niederschlag fiel vom Thüringer Becken bis zur Leipziger Tieflandsbucht, wo lokal nur etwa 350 Liter je Quadratmeter zusammen kamen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. Dezember 2019 | 15:00 Uhr

5 Kommentare

part vor 38 Wochen

Das erinnert mich irgendwie an abgefackelte Carports im gleichen Bundesland, wo gleich neben dem abgefackelten Auto der Hochleisungsgrill steht, wie in Photo erkennbar, aber ein politisches Motiv zuerst vor vermeintlicher Fahrlässigkeit steht...sieht eben alles ein wenig bräunlich und angerostet aus im Nachgang.

Immen weiter verdrehen bis es passt vor 38 Wochen

Die Klimaabzocke gib uns täglich, dafür zahlen wir doch gerne, wir retten die Welt.
Wir schaffen das.
Es ist wie bei den Nazifilmen, ein Tag ohne gibt es nicht.
Erbschuld eben

Peter vor 38 Wochen

Da mögen Sie recht haben.