Davi Kopenawa erhält den alternativen Nobelpreis
Einer der Preisträger: Davi Kopenawa aus Brasilien (re.) Bildrechte: imago images/TT

Ehrung "Alternative Nobelpreise" in Stockholm verliehen

Vier Aktivistinnen un Aktivisten sind in diesem Jahr mit dem "Alternativen Nobelpreis" geehert worden. Bei der Preisverleihung waren nnur zwei anwesend. Die Schwedin Greta Thunberg bedankte sich per Video.

Davi Kopenawa erhält den alternativen Nobelpreis
Einer der Preisträger: Davi Kopenawa aus Brasilien (re.) Bildrechte: imago images/TT

In Stockholm sind am Mittwochabend die "Alternativen Nobelpreise" übergeben worden. Geehrt wurden in diesem Jahr die schwedische Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg, die chinesische Frauenrechtlerin Guo Jianmei, die Menschenrechtskämpferin Aminatu Haidar aus der Westsahara und der brasilianische Ureinwohner Davi Kopenawa.

Zwei Preisträgerinnen fehlen

Aminatou Haidar erhält den alternativen Nobelpreis
Aminatou Haidar aus der Wetsahara erhält einen "Alternativen Nobelpreis". Bildrechte: imago images/TT

Haidar und Kopenawa nahmen ihre Preise bei der feierlichen Veranstaltung selbst entgegen. Guo konnte aus nicht näher genannten Gründen nicht nach Stockholm kommen. Auch Thunberg fehlte. Sie befand sich nach ihrer Rückreise über den Atlantik noch in Lissabon. Für sie sprangen zwei Aktivistinnen von Fridays for Future Schweden ein.

"Jeanne d'Arc" des Klimas dankt per Video

Die Umweltaktivistin Greta Thunberg spricht auf der Demonstration 'Fridays for Future' am Brandenburger Tor in Berlin zu den Schülern.
Greta Thunberg (Archivbild) Bildrechte: dpa

Thunberg selbst bedankte sich per Videobotschaft, nachdem sie der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Johan Rockström, als "Jeanne d'Arc" des Klimas angekündigt hatte. Der Preis sei eine große Ehre, sagte Thunberg: "Das bedeutet eine Menge. Und ja, wir werden weiterkämpfen. Der Kampf geht weiter. Wir werden niemals stoppen."

Preis zum 40. Mal vergeben

Der als "Alternativer Nobelpreis" bezeichnete Right Livelihood Award wird seit 1980 vergeben – in diesem Jahr damit zum 40. Mal vergeben. Der spendenfinanzierte Preis steht in kritischer Distanz zu den traditionellen Nobelpreisen. Ursprünglich hatte der Preisbegründer Jakob von Uexküll versucht, die Nobelstiftung von neuen Preiskategorien Ökologie und Kmapf gegen Armut zu überzeugen. Das Preisgeld in Höhe von jeweils einer Million schwedischen Kronen (umgerechnet 95.000 Euro) ist nicht für die Geehrten selbst, sondern für ihre Arbeit gedacht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Dezember 2019 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Dezember 2019, 22:17 Uhr