05.09.2019, Afghanistan, Kabul: Afghanisches Sicherheitspersonal steht vor einer Gruppe von Autos nach der Explosion einer Autobombe. Bei dem Anschlag auf einen Kontrollposten sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, auߟerdem gab es mehrere duzend Verletzte.
Afghanische Sicherheitskräfte nach dem Anschlag vom 3. September in Kabul Bildrechte: dpa

Afghanistan Bundespolizei setzt Mission in Kabul aus

Die Bundespolizei bildet seit Jahren Polizisten in Afghanistan aus. Nach dem jüngsten Terroranschlag in der Hauptstadt Kabul wird die Mission ausgesetzt und auf den Prüfstand gestellt.

05.09.2019, Afghanistan, Kabul: Afghanisches Sicherheitspersonal steht vor einer Gruppe von Autos nach der Explosion einer Autobombe. Bei dem Anschlag auf einen Kontrollposten sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, auߟerdem gab es mehrere duzend Verletzte.
Afghanische Sicherheitskräfte nach dem Anschlag vom 3. September in Kabul Bildrechte: dpa

Die Bundespolizei hat ihr Ausbildungsprojekt für die Polizei in Afghanistan vorerst ausgesetzt. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärte, die Unterkunft der Ausbilder in der Hauptstadt Kabul sei nach dem schweren Terroranschlag Anfang der Woche nicht mehr bewohnbar.

Teil des Projektteams nach Deutschland ausgeflogen

Wie der Sprecher weiter mitteilte, sind elf Polizisten und der Leiter des Projekts zunächst in der deutschen Botschaft untergebracht worden. Die andere Hälfte des 22-köpfigen Projektteams werde nach Deutschland ausgeflogen. Derzeit prüfe man die Frage der "weiteren Arbeitsfähigkeit", sagte der Sprecher: Davon hänge die Fortführung der "erfolgreichen Zusammenarbeit mit den afghanischen Sicherheitsbehörden" ab.

Anschlag traf Viertel mit internationalen Organisationen

Die radikalislamischen Taliban hatten in der Nacht zum Dienstag einen Anschlag auf das sogenannte Green Village im Osten Kabuls verübt, in dem Hilfsorganisationen und internationale Organisationen untergebracht sind. Neben der Bundespolizei hat dort auch die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit ihr Quartier. Bei dem Anschlag wurden mindestens 16 Menschen getötet und 119 weitere verletzt. Die Bundespolizisten und die deutschen Entwicklungshelfer hatten sich in Sicherheit bringen können.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. September 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. September 2019, 15:57 Uhr

6 Kommentare

kennemich vor 1 Wochen

Ja die SU durfte als geeintes Land nach den 1990er Jahren nicht weiter existieren, wäre bestimmt ein zu großer Machtfaktor gewesen.

Deshalb wurde entschieden, wir versprechen allen die Freiheit und was kam heraus ?

Nach dem Motto, teile und herrsche.

kennemich vor 1 Wochen

Haben nicht in den 80er Jahren die USA die Taliban erst mit Waffen und Co. gegen die SU unterstützt?

Dann gab es einen riesen Aufschrei der "Guten" weil z.B. auch Figuren aus den Felsen durch sie gesprengt wurden?

Blumenfreund vor 1 Wochen

Afghanistan gehört nun mal den Taliban. Man sollte ihnen endlich ihr Land überlassen.
Dann herrschte wieder Ruhe und Ordnung !!
Erst der Einmarsch der Amerikaner hat ja das ganze Chaos ausgelöst.

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