Manfred Weber und Alexander Stubb
Der CSU-Politiker Weber (l.) setzte sich bei der Wahl des EVP-Spitzenkandidaten gegen den ehemaligen finnischen Regierungschef Stubb durch. Bildrechte: dpa

Europawahl Konservative küren CSU-Politiker Weber zum Spitzenkandidaten

Mit einem bayerischen Katholiken an der Spitze zieht die Europäische Volkspartei (EVP) in den Europawahlkampf. Auf einem Parteitag in Helsinki wählten die Delegierten den CSU-Politiker Weber zum Spitzenkandidaten. Der 46-Jährige setzte sich gegen den finnischen Ex-Regierungschef Alexander Stubb durch.

Manfred Weber und Alexander Stubb
Der CSU-Politiker Weber (l.) setzte sich bei der Wahl des EVP-Spitzenkandidaten gegen den ehemaligen finnischen Regierungschef Stubb durch. Bildrechte: dpa

Der CSU-Politiker Manfed Weber ist zum Spitzenkandidaten der Konservativen für die Europawahl gewählt worden. Auf einem Parteitag der Europäischen Volkspartei (EVP) in Helsinki setzte sich Weber klar gegen den früheren finnischen Ministerpräsidenten Alexander Stubb durch. Der 46-jährige Weber erhielt gut 79 Prozent der abgegebenen Stimmen. Stubb kam auf gut 20 Prozent.

Möglicher nächster EU-Kommissionspräsident

Weber hat damit gute Chancen, nächster EU-Kommissionspräsident zu werden. Traditionell wird dieser Posten von der stärksten Fraktion im EU-Parlament besetzt. Der bisherige Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker tritt nicht noch einmal an. Die Europawahl findet im Mai statt.

Weber will Brückenbauer sein

Manfred Weber, 2017
Weber will Brücken zwischen den verschiedenen Lagern in Europa bauen. Bildrechte: dpa

Weber ist seit 14 Jahren im Europaparlament. Seit 2014 führt er die EVP-Fraktion. In seiner Bewerbungsrede sprach er sich für einen Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aus und forderte in der Migrationsfrage strikte Grenzkontrollen und bot sich als Brückenbauer zwischen gegensätzlichen Lagern in der EU an. Zudem verteidigte er erneut das "christliche Erbe" Europas: Auch wenn ihm das Spott in den sozialen Medien einbringe. Da sei ihm egal, sagte der CSU-Mann. Die EVP müsse ihre grundlegenden Werte in Sachen Europa definieren.

Stubb sah sich als Außenseiter

Der 50-jährige Stubb, der anders als Weber in seiner Heimat auch viele Jahre Regierungserfahrung als Minister hat, hatte sich von Anfang an als "Außenseiter" gesehen. Er verglich das Duell am Donnerstag erneut mit einem "Fußballspiel zwischen Finnland und Deutschland".

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. November 2018 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2018, 15:14 Uhr