Europawahl Streitgespräch der Spitzenkandidaten im EU-Parlament

Es ist das einzige Mal, dass alle sechs Anwärter auf den Chefposten der EU-Kommission im Fernsehen gegeneinander antreten. Das Streitgespräch im EU-Parlament können Sie ab 21 Uhr auf mdraktuell.de live mitverfolgen.

Im Europa-Parlament in Brüssel kommt es am Mittwochabend zu einem Streitgespräch der Spitzenkandidaten für die Europawahl. An der Diskussion nehmen der Konservative Manfred Weber von der CSU und der niederländische Sozialdemokrat Frans Timmermans teil. Beide hatten sich bereits vor einer Woche in der ARD-Wahlarena ein Rededuell geliefert.

Jetzt wird die Runde erweitert um die Spitzenkandidaten der Liberalen, der Grünen, der Europäischen Linken und der Allianz der Konservativen und Reformer in Europa, kurz Akre. Es sind die dänische EU-Kommissarin Margrethe Vestager, die Deutsche Ska Keller, der belgische Gewerkschafter Nico Cué und der Tscheche Jan Zahradil.

Keine Garantie auf Juncker-Nachfolge

Manfred Weber
Hofft auf die Juncker-Nachfolge: Manfred Weber Bildrechte: dpa

Alle Spitzenkandidaten wollen nach der Europawahl Nachfolger von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden. Der neue Kommissionspräsident wird allerdings nicht nur vom neu gewählten Europa-Parlament bestimmt, sondern muss auch vom EU-Rat der Staats- und Regierungschef bestätigt werden.

Die größten Chancen auf den Chefposten in der EU-Kommission haben die Spitzenkandidaten der beiden größten Fraktionen im EU-Parlament: der Bayer Weber und der Niederländer Timmermans.

Ob der EU-Rat dem Votum der Parlamentarier folgt, ist noch offen. Jahrzehntelang hatten die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsländer den Präsidenten der Europäischen Kommission in Hinterzimmerdeals bestimmt. Auch heute betonen Staatslenker, dass es "keinen Automatismus" in der Frage des Kommissionschefs gebe. Sie lesen den EU-Vertrag so, dass sie das alleinige Vorschlagsrecht haben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. Mai 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2019, 08:22 Uhr

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15 Kommentare

17.05.2019 19:08 Werner 15

Habe mir gestern das Streitgespräch im ZDF angeschaut. Außer platten Floskeln und populistischen Parolen kam da nichts Gescheites von Ska Keller Grüne und Linke (nie vorher gesehen)- es wurde aber blitzartig und heftigst applaudiert, obwohl es mehrfach Widerspruch zur ihren Argumenten gab, die deren Gesichter zum Einfrieren brachten. Bei Frau Beer waren es nur ein paar - und Hr. Meuthen hatte im Studio nur kurzzeitig 1- 2 Fans, trotz guter Argumente der Beiden... Wenn es mit dem Moderator, der an "passender Stelle" ins Wort gefallen ist, nicht so lustig gewesen wäre, wäre Umschalten die bessere Idee gewesen. Es ist wie in manchem Stadtrat. Wenn ein guter Vorschlag von der falschen Partei kommt, wird er zum Mist erklärt. Kommt Mist von der richtigen Partei, nicken alle Richtigen einstimmig. So funktioniert es aber nur kurzzeitig - auf Dauer kommt dabei nur Mist raus - wie man ganz leicht erkennen kann, wenn man ins nächste Schlagloch fährt.

16.05.2019 16:44 Fragender Rentner 14

Super, der eine will die CO2-Steuer und der andere nicht.

Da wollen wir doch hoffen das es nicht wie in Deutschland mal mit der MWSt geschah.

Gestern Abend bei Phoenix der Tag und in der Runde davor waren sie nicht begeistert von den Versprechungen von so manchen.

16.05.2019 04:54 Auf zum letzten Gefecht! 13

@11

"Sie haben noch kein Wort der Diskussion gehört, wissen aber bereits, was gesagt wird."

weil da nichts neues kommt, aber auch gar nichts.
Der gesamte Apparat in Brüssel müsste mal ausgetauscht werden.

"Alle Spitzenkandidaten wollen nach der Europawahl Nachfolger von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden."

Es geht wieder nur um Posten!

15.05.2019 22:22 Montana 12

Was soll sich groß nach der Wahl ändern ? Juncker,Tusk e.t.c. machen weiter als wenn nichts gewesen wäre. Punkt

15.05.2019 20:55 Peter 11

Klasse wieder unsere Alternativen. Sie haben noch kein Wort der Diskussion gehört, wissen aber bereits, was gesagt wird.
Konstruktives wird uns wohl aus dieser Ecke nie erreichen.

15.05.2019 20:41 Pjotr 10

Warum man stets von Europawahl spricht ist mir ein Rätsel. Lese ich gerade auch hier beim Untertitel zum Video. Richtigerweise muss es heißen EU Wahl, denn nur 28(27) Länder gehören der EU an und 47 zu Europa. Das ist ein entscheidender Unterschied. Ansonsten volle Zustimmung zu User @Bwernd L. Dasselbe dachte auch ich.

15.05.2019 20:28 Stefan (Der) 9

@2. Atheist aus Mangel an Beweisen: Wenn Sie in den letzten Jahren ein bisschen wissenschaftlichen Lektüre gelesen hätten, wäre Ihnen klar das wir viel zu wenig grün in unserer Politik haben. Die Welt geht vor die Hunde und alle machen mit. Und noch ein Vorschlag: Gründen Sie doch eine eigene Partei und machen es besser. Sie müssen dafür nur aus Ihrem bayrischen Dorf rauskommen.

Zum Thema: Was zu einer richtigen Auseinandersetzung fehlt sind die Rechtspopulisten. Lädt man diese extra nicht ein. Es wäre gut, gerade denen einmal zu zeigen, dass sie null Inhalt, aber viel Spaltung auf ihren Agenden haben. Wenn ich schon Herrn Farage sehe, muss ich an die manipulative BREXIT- Abstimmung denken. Solche Menschen braucht keiner im Parlament und es wäre an diesem Abend eine gute Plattform zu Entzauberung.

15.05.2019 18:17 Bwernd L. 8

Als ich kürzlich Herrn Weber in der ARD gehört habe, dachte ich, er sei ein Grüner; aber er ist- kaum zu glauben- aus der CSU! Aber dann hatte ich Herrn Timmermans gehört- der war noch schlimmer. Ich fürchte, wir werden wie beim letzten Mal (Schulz und Junker) 2 kaum unterscheidbare Spitzenleute haben.

15.05.2019 17:58 gerd 7

Ich weis auf jeden Fall was ich heute nicht mache .Mir das gesülze von Ska Keller und Herrn Weber anhören .

15.05.2019 15:34 Fragender Rentner 6

Das wird bestimmt interessant werden, wie sie sich selber loben werden und welche Versprechungen wir für die Zukunft bekommen.