gerodeter Regenwald
Deutschland zahlt mehr in den Weltklimafonds ein, z.B. auch für Aufforstungen im Regenwald. Bildrechte: imago/PAN-IMAGES/Nordmann

Mehr Geld für Entwicklungsländer Deutschland verdoppelt Beitrag für Weltklimafonds

Statt 750 Millionen Euro wird das Entwicklungsministerium in Zukunft 1,5 Milliarden Euro in den Weltklimafonds der UNO zahlen. Das Geld soll in Klima-Projekte in Entwicklungsländern fließen.

gerodeter Regenwald
Deutschland zahlt mehr in den Weltklimafonds ein, z.B. auch für Aufforstungen im Regenwald. Bildrechte: imago/PAN-IMAGES/Nordmann

Deutschland wird seinen Beitrag zum Weltklimafonds verdoppeln. Das kündigte Entwicklungsminister Gerd Müller an. Ab dem kommenden Jahr sollen 1,5 Milliarden Euro eingezahlt werden, bisher sind es 750 Millionen Euro, teilte der CSU-Politiker in Berlin mit.

Müller sagte, Ernährung und Klimaschutz seien die Überlebensfragen der Menschheit. Er forderte andere Industrieländer auf, ähnliche Zusagen zu machen. Die Umweltorganisation Germanwatch begrüßte die Ankündigung.

Was ist der Weltklimafonds? Der Fonds wurde 2010 von den Vereinten Nationen eingerichtet, um Geld für Klimaprojekte in Entwicklungsländern zu sammeln, z.B. für Aufforstungen und klimafreundliche Landwirtschaft. Er trägt eigentlich den Namen "Green Climate Fund". Die größten Geldgeber sind die USA, Japan, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Bislang wurden rund zehn Milliarden Dollar eingezahlt. Erstmals soll 2020 Geld aus dem Fonds fließen.

EU-Kommission will CO2-Ausstoß auf Null senken

Gerd Müller, 2015
Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) Bildrechte: dpa

Müller machte weitere Ankündigungen. Unter anderem erklärte er, sein Ministerium solle bis zum Jahr 2020 klimaneutral werden. Zudem stellte der Entwicklungsminister mehr Geld für sogenannte Klimarisikoversicherungen und weitere Vorhaben zum Klimaschutz in Aussicht. Am kommenden Montag beginnt im polnischen Kattowitz die UN-Klimakonferenz.

Unterdessen hat die EU-Kommission am Mittwoch eine Vision vorgestellt, bis 2050 den Netto-CO2-Ausstoß in der Europäischen Union auf Null zu senken. In vielen Bereichen solle ein Umbau stattfinden - unter anderem im Verkehrssektor, in der Landwirtschaft oder auch bei der Gebäudedämmung, teilte die Kommission mit. Dafür müssten jährlich bis zu 290 Milliarden Euro investiert werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 28. November 2018 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. November 2018, 04:58 Uhr