Döner
Bei vielen Deutschen fester Bestandteil des Speiseplans: der Döner. Bildrechte: dpa

EU-Kommission Der Döner darf bleiben, wie er ist

Döner dürfen künftig Phosphate enthalten. Dem hat das EU-Parlament knapp zugestimmt. In Deutschland ändert sich faktisch nichts. Ein Ende des Fleischspießes hätte es aber so oder so nicht gegeben, sagen Phosphat-Gegner.

Döner
Bei vielen Deutschen fester Bestandteil des Speiseplans: der Döner. Bildrechte: dpa

Gefrorene Döner dürfen Phosphate enthalten. Das Europaparlament in Straßburg billigte am Mittwoch den Vorschlag der EU-Kommission, phosphathaltige Zusatzstoffe in solchen Spießen explizit EU-weit zu erlauben.

Damit kann die Kommission nun mit der gegenwärtigen Situation Schluss machen, die zu unterschiedlichen Regelungen geführt hat: Einige EU-Staaten, darunter Deutschland, tolerieren die Verwendung von Phosphaten in tiefgefrorenen Fleischspießen, andere nicht.

Hersteller: Phosphat nötig, das Fleisch aneinander klebt

Die Kommission werde Fleischspieße nun in eine Liste von Lebensmitteln aufnehmen, für die phophathaltige Zusätze erlaubt sind, erläuterte ein Sprecher des Parlaments. Die Phosphate seien nach Angaben einiger Hersteller bei tiefgefrorenen Spießen notwendig, um die Fleischstücke aneinanderzukleben.

Gegner der Regelung im Europaparlament, vor allem Linke und Grüne, hatten gefordert, dass die Phosphat-Genehmigung der Kommission ausgesetzt wird. Man müsse abwarten, ob eine Studie der EU-Lebensmittelbehörde EFSA auf Gesundheitsgefahren hindeute.

Phosphat-Gegner kritisieren Panikmache

Die Entscheidung für Phosphat im Döner sei zum jetzigen Zeitpunkt "übereilt und unnötig", kritisierte die SPD-Abgeordnete Susanne Melior. Sie sei vermutlich auch das Ergebnis "der jüngsten Panikmache", betonte sie mit Blick auf Presseberichte, die vor allem in Deutschland bereits ein Ende der beliebten türkischen Spezialität prophezeit hatten.

Ganz anders sehen das die Phosphat-Befürworter. Das Phosphat im Döner sei alternativlos, hatte die CDU-Abgeordnete Renate Sommer noch in der Nacht vor der Abstimmung erklärt: "Ohne Phosphat kein Döner, sondern ein zusammengesackter Fleischhaufen - ein Hygienerisiko", argumentierte Sommer.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. Dezember 2017 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2017, 17:13 Uhr

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11 Kommentare

15.12.2017 01:21 gneisenau 11

Ich lege keinen Wert auf Ekelfleisch .

14.12.2017 23:10 real_silver 10

Türkische Spezialität? Meines Wissens nach ist der Döner doch eine deutsch-türkische Spezialität? Oder bin ich da falsch informiert?

14.12.2017 23:09 wirtz 9

Jetzt wo Wir wissen was drin ist gehn Wir nicht mehr hin Ganz einfach dann verschwindet er von selber

14.12.2017 18:51 NRW-Wessi 8

Neben dem Mainstream sollten Sie auch mal andere Nachrichten konsumieren, denn das kann den Blickwinkel erweitern. Es hilft auch, ÖR-Medien nach 23 Uhr zu schauen. Sie können aber weiterhin alles Kritische verdrängen, oder als lächerlich darstellen. Das steht Ihnen natürlich völlig frei, wie auch mir meine Meinung freisteht.

Ihnen sollte bewusst sein, dass wir UV-Licht brauchen und Vitamin D nur durch Sonnenlicht produziert werden kann und es ansonsten zu Mangelerscheinungen kommen kann. Vermutlich gehören Sie auch zu den Leuten, die aus Angst vor Hautkrebs vor der Sonnen flüchten. Nordafrikaner benutzen oft ein gutes Öl, wie etwa Oliven- oder Arganöl. Sie benutzen eben Chemie. Wie Sie möchten.

Merken Sie nicht selber, dass Sie die Werbesprüche von Impfstoffherstellern und den nahen Organisationen WHO und RKI wiedergeben?

Nun zurück zum Döner: Da bin ich Ihrer Meinung, denn es gibt sehr viele schlimmere Dinge als Phosphat im hin und wieder verzehrten Döner.

14.12.2017 11:03 Fragender Rentner 7

Wir können ja auch so manche nicht vergraulen in der EU.

Auch wenn es nicht gesund sein kann.

14.12.2017 06:57 alter Ossi 6

Immer wieder fallen vor allem die Grünen negativ auf. Wofür ist diese Partei überhaupt gut? Jetzt wollten sie uns den Döner versauen. Am besten noch auf den Index stellen und gegen einen vegetarischen "Döner" ersetzen.

14.12.2017 06:37 Joachim Dierks 5

@NRW-Wessi:
Man konnte ja fast auf diesen Kommentar ihrerseits warten. In welcher Welt leben Sie eigentlich? Sie werden ja offenbar permanent vergiftet bzw. man versucht Sie zu vergiften, aber Sie durchschauen das ja.
Vitamin D-Hemmer in der Sonnenmilch? Ja, die Creme soll vor der UV-Strahlung schützen, die Hautkrebs auslösen kann. Sie produzieren im Sommer von gant alleiner genug Vitamin D in der Sonne.
Ihr Hauptfeind Impfen: Das verhindert tödliche Krankheiten!!! Das ist in keinster Weise giftig.
Sie verdrehen die Tatsachen!
Das Leben hat übrigens ein allgemeinenes Risiko und endet gewiss tödlich!

Gut, dass der Döner als deutsch-türkisches Kulturgut so bleibt, wie er ist!

13.12.2017 22:15 emil 4

das geilste aber ist der kuhfladen-döner. mann! mann!

13.12.2017 20:36 NRW-Wessi 3

Solange man sich nicht nur von Döner ernährt, dürfte die Aufnahme von Phosphat wohl nicht so tragisch sein, da man es in Maßen sogar benötigt.
Für viel bedenklicher halte ich dagegen Glyphosat in Getreideprodukten aller Art, Sodium-Laureth-Sulfate im Duschgel, Ethoxyquin im Lachs, Oxalsäure im Eistee, Weichmacher in PET-Flaschen, Pestizide auf dem Obst, Transfette in Fertigessen und Margarine, Mineralöl in Schokolade, Acrylamide in Kaffee und Chips, Antibiotika und Hormone in Fleisch und Wurst, Sonnenmilch mit Vitamin D-Hemmer und nicht zuletzt die unsichtbare, aber nicht unumstrittene Strahlung durch Mobilfunk, WLAN und DECT, sowie das Impfen.
Meinen Döner-Teller im Abstand von zwei bis drei Wochen lasse ich mir nicht nehmen, den Verzicht auf die aufgezählten Punkte setze ich meine Weise möglichst um.

13.12.2017 19:09 walter 2

Dönerverbot in der EU hätte ja automatischen Stopp der Beitrittsverhandlungen zur EU bedeutet.