Rüstungsgeschäfte Erste Leopard-Panzer an Ungarn ausgeliefert

Der EU- und Nato-Partner Ungarn hat eine erste Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern erhalten. Deutschland plant in den nächsten Jahren Waffenlieferungen für mehr als 1,7 Milliarden Euro nach Ungarn.

Ein aus Deutschland zu Ausbildungszwecken an die 25. Schützenbrigade der ungarischen Armee gelieferter Panzer des Typs Leopard 2 A4 fährt auf dem Kasernengelände.
Zunächst liefert Deutschland ältere Leopard-2-Panzer zu Ausbildungzwecken. Dann sollen hochmoderne Modelle folgen. Bildrechte: dpa

Ungarn hat aus Deutschland eine erste Lieferung Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 erhalten. Die vier Panzer vom Hersteller Krauss-Maffei-Wegman trafen in der Kaserne von Tata ein, 75 Kilometer westlich von Budapest. Verteidigungsminister Tibor Benkö bekam symbolisch den Schlüssel überreicht.

 Tibor Benkö (2.v.r.), ungarischer Verteidigungsminister, steht vor den aus Deutschland zu Ausbildungszwecken an die 25. Schützenbrigade der ungarischen Armee gelieferten Panzern des Typs Leopard 2 A4.
Tibor Benkö erhielt sympolisch den Schlüssel für die Leopard-Panzer. Bildrechte: dpa

Der Traum vieler Panzersoldaten geht heute in Erfüllung.

Ungarns Verteidigungsminister Tibor Benkö

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um vier gebrauchte Panzer des Modells Leopard 2A4 für Schulungs- und Ausbildungszwecke. Acht weitere sollen bis Jahresende geliefert werden.

Waffenlieferungen in Milliardenhöhe

Von 2023 an erhält der EU- und Nato-Partner dann 44 Kampfpanzer des neuen Modells Leopard 2A7. Über die modernste Variante werden dann nur Deutschland, Dänemark und Ungarn verfügen. Die ungarische Armee verwendet seit Jahrzehnten den sowjetischen Kampfpanzer T-72. Jetzt läuft ein Modernisierungsprogramm.

Ungarn hat in Deutschland auch 24 Panzerhaubitzen vom Typ PzH 2000 sowie Kettenfahrzeuge für Pioniereinheiten und die Panzerschnellbrücke Leguan bestellt. Der Wert der bestellten Rüstungsgüter macht nach deutschen Angaben 1,76 Milliarden Euro aus.

Ungarns national-konservativer Ministerpräsident Viktor Orban betont immer wieder, dass ihm an einem guten Verhältnis zu Deutschland gelegen sei.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. Juli 2020 | 18:00 Uhr

11 Kommentare

pyzallajoerg vor 1 Wochen

Hallo,meiner Kenntnis nach war der KPz Leopard legal produziert worden. Es gab den Oberbefehl der Amerikaner. Allerdings war es so,das wir Deutschen lediglich die US Vorgaben zu verbessern hatten. Wir waren verpflichtet,die Friedensverträge von 1945 einzuhalten. Also kein Export und vor allem keine eigenmächtige Konkurrenz gegen die Amerikaner. Helmut Kohl hatte dies zugesagt,aber leider nie als durchsetzen können. Ich selbst war bis Sommer 1999 beteiligt,bin aber dann nach Meldung der Kfor Eigenmächtigkeiten ausgestiegen. Die alten Leo Panzer sind meines Wissens Material der US Army. Hoffentlich werden alle entsorgt. US Bradley und Stryker Einsatzfahrzeuge reichen taktisch aus.

part vor 1 Wochen

Auch der Leo Ii ist kein Wunderwerk der Technik und die Türkei hat wohl Nachbestellungen angefordert als ihr einige dieser Dinger unbrauchbar gemacht wurden in einen Angriffskonflikt gegen einen Nachbarstaat? Doch A.K.K. und F.v.d.L. freuen sich das der Industriestandort BRD zum Zug gekommen ist in einer Aufrüstungspirale die nur die Völker diesr Welt belastet.

pyzallajoerg vor 1 Wochen

Hallo,ich denke diese Nachricht ist gut. Positiv gedacht: Diese Bundeswehrpanzer stehen keinesfalls für den Mali Einsatz zur Verfügung. Die Ungarn verwerten gebrauchte,gute Kfz aus alter amerikanischer Qualitätsproduktion. Gelingt dieser Truppenversuch,entsteht hoffentlich eine ungarische Armee so gut wie die Schweizer Truppe. Bestenfalls eine Schweizer Garde. Viele Grüsse aus dem Sauerland