Nach Zeitungsbericht EU weist Bericht über Kürzung von Türkei-Hilfen zurück

In einem Zeitungsbericht hieß es am Samstag, die EU habe die Beitrittshilfen für die Türkei für 2020 um 75 Prozent gekürzt. Die EU weist den Bericht zurück. Eine solche Entscheidung habe es nicht gegeben.

Türkische Flagge
Es gibt nach Angaben der EU-Kommission keine neue Entscheidung zu den Beitrittshilfen für die Türkei. Bildrechte: colourbox

Die EU-Kommission hat einen Zeitungsbericht der Funke-Mediengruppe zurückgewiesen, die Kommission hätte die Türkeihilfen für dieses Jahr drastisch gekürzt. Nach Angaben des Sprechers des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell habe es seit einem Beschluss der EU-Außenminister im Oktober 2019 keine neue Entscheidung zu den sogenannten Vorbeitrittshilfen für die Türkei gegeben. Auch die Begründungen, die der Bericht für die Kürzungen gibt, seien "völlig falsch und irreführend". Die Zeitung hatte geschrieben, Gründe seien Bohrungen im Mittelmeer vor der Küste Zyperns und die türkische Militäroffensive in Syrien.

Die Zeitungen der Funke Mediengruppe hatte zuvor berichtet, die EU habe eine weitere drastische Kürzung der Vorbeitrittshilfen beschlossen. Für 2020 seien damit nun 75 Prozent der ursprünglich vorgesehenen Gelder gestrichen worden. Die Zeitungen hatten sich auf die EU-Kommission und ebenfalls auf Josep Borrell als Quelle berufen.

Auch MDR AKTUELL hatte an dieser Stelle aus dem ursprünglichen Zeitungsbericht zitiert.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Januar 2020 | 05:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Januar 2020, 15:57 Uhr