Zwei französische Polizisten stehen an einem Tatort.
Die Anschläge 2015 trafen unter anderem die Konzerthalle "Bataclan". Bildrechte: imago/ZUMA Press

Festnahme in Sachsen-Anhalt Pariser Anschläge 2015: DNA von Terrorverdächtigem auf Tatwaffe

In Sachsen-Anhalt ist ein Verdächtiger wegen einer möglichen Beteiligung an den Terroranschlägen von Paris 2015 festgenommen worden. Der 39-jährige Bosnier befindet sich nun in Auslieferungshaft.

Zwei französische Polizisten stehen an einem Tatort.
Die Anschläge 2015 trafen unter anderem die Konzerthalle "Bataclan". Bildrechte: imago/ZUMA Press

Ein Terrorverdächtiger ist festgenommen worden, der an den Anschlägen in Paris im November 2015 beteiligt gewesen sein soll. Es wurden DNA-Spuren des 39-Jährigen Bosniers auf einer Waffe gefunden, die im Konzerthaus "Bataclan" sichergestellt worden war. Dies bestätigte die Dresdner Staatsanwaltschaft dem Magazin "FAKT". Der Bosnier ist in der Nacht zum 20. Juni in Bad Dürrenberg (Sachsen-Anhalt) von Spezialkräften des Bundeskriminalamts festgenommen worden.

In vorläugfiger Auslieferungshaft

Gegen den Mann liegt laut Generalstaatsanwaltschaft ein Europäischer Haftbefehl der belgischen Behörden wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Zusammenhang mit den Terroranschlägen unter anderem auf die Konzerthalle "Bataclan" vor. Er befinde sich in vorläufiger Auslieferungshaft. Es werde geprüft, ob er an Belgien überstellt werde.

Wegen anderer Straftat ins Visier geraten

Der Tatverdächtige war im Zuge eines Verfahrens der Dresdner Staatsanwaltschaft und des Bundeskriminalamts gegen zwei Bosnier wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ins Visier der Ermittler geraten.

130 Tote in Paris

Islamistische Terroristen hatten am 13. November 2015 in Paris unter anderem die Konzerthalle "Bataclan" und mehrere Restaurants angegriffen. Sie wollten auch das Fußballstadion Stade de France stürmen, in dem Frankreich und Deutschland ein Fußball-Freundschaftsspiel absolvierten, scheiterten aber. Insgesamt wurden 130 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Juni 2019 | 10:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Juni 2019, 10:19 Uhr