Demonstranten protestieren auf der Waterloo Bridge für den Klimaschutz.
Demonstranten protestieren auf der Waterloo Bridge für den Klimaschutz. Bildrechte: dpa

Innerhalb weniger Tage Hunderte Festnahmen bei Londoner Klimaprotesten

Bis 2025 die Emission von Treibhausgasen auf Null reduzieren - mit dieser Forderung haben Klima-Aktivisten zuletzt immer wieder den Verkehr in London lahmgelegt. Mehr als 700 Menschen wurden laut Polizei festgenommen.

Demonstranten protestieren auf der Waterloo Bridge für den Klimaschutz.
Demonstranten protestieren auf der Waterloo Bridge für den Klimaschutz. Bildrechte: dpa

Die britische Polizei hat in den vergangenen sechs Tagen mehr als 700 Klima-Demonstranten festgenommen. Nach Behördenangaben wurden bisher gegen 28 Personen Verfahren eingeleitet. Insgesamt nahmen die Sicherheitskräfte 718 Menschen in Gewahrsam. Damit komme die Polizei angesichts der verfügbaren Gefängnisplätze mittlerweile vor ein "logistisches Problem", hieß es. Auch das Justizwesen habe Schwierigkeiten.

Zentrale Verkehrsknotenpunkte lahmgelegt

Aktivisten der Gruppe "Extinction Rebellion" hatten am Montag zum Auftakt einer weltweiten Protestwoche die Waterloo-Brücke und mehrere Kreuzungen im Zentrum der britischen Hauptstadt blockiert. Auch in den folgenden Tagen legten sie mit Sitzblockaden und Protestcamps immer wieder an wichtigen Knotenpunkten den Verkehr lahm, unter anderem am Parliament Square, am Oxford Circus und Marble Arch.

Britische Wissenschaftler hatten die Gruppe "Extinction Rebellion" vergangenes Jahr gegründet. Die Gruppe fordert von der Regierung eine verantwortungsvollere Klimapolitik. Konkret setzen sich die Aktivisten etwa dafür ein, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2025 auf Null zu senken und Bürgerversammlungen zu Klima- und Umweltthemen einzuberufen. Am Freitag hatten die Demonstranten mit Emma Thompson prominente Unterstützung.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. April 2019 | 17:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. April 2019, 22:03 Uhr