das Schiff Sea-Watch 3
Bild von der Sea-Watch 3, die derzeit vor der Küste Maltas fährt. An Bord sind seit 22. Dezember 2018 insgesamt 32 Flüchtlinge. Bildrechte: dpa

Vor der Küste Maltas Seenotretter drängen auf schnelle Lösung

Vor der Küste Maltas treiben zwei Schiffe mit Flüchtlingen an Bord. Noch haben sich die EU-Staaten nicht darauf einigen können, wer sie aufnimmt. Jetzt schlagen Seenotretter Alarm, weil unter anderem das Wasser knapp wird.

das Schiff Sea-Watch 3
Bild von der Sea-Watch 3, die derzeit vor der Küste Maltas fährt. An Bord sind seit 22. Dezember 2018 insgesamt 32 Flüchtlinge. Bildrechte: dpa

Die privaten Seenotretter der Hilfsorganisationen "Sea-Watch" und "Sea-Eye" dringen auf eine rasche Lösung für die 49 Flüchtlinge, die derzeit ziellos vor der Küste Maltas treiben.

Trinkwasser muss rationiert werden

So habe sich der Gesundheitszustand der Menschen an Bord verschlechtert. Man müsse inzwischen von einem Notfall sprechen, hieß es von den beiden Hilforganisationen. Das Trinkwasser müsse rationiert werden, auch gingen die Lebensmittelvorräte zur Neige.

Verhandlung um mehr als 200 Menschen

Bislang hat kein EU-Land einem der beiden Schiffe erlaubt, anzulegen. Sie fahren seit Ende Dezember im Mittelmeer umher. Im Streit geht es nicht nur um die 49 Flüchtlinge an Bord der beiden Schiffe, sondern um weit mehr als 200 Menschen, die in Malta in jüngster Zeit angekommen sind und die der EU-Staat auf andere Mitgliedsländer verteilen will.

Dieses von Sea-Watch.org zur Verfügung gestellte Foto zeigt gerettete Migranten an Bord der Sea-Watch 3.
Flüchtlinge, die sich derzeit an Bord von Sea Watch 3 befinden. Die Aufnahme stammt vom 24. Dezember 2018. Bildrechte: dpa

Hilfe unter Voraussetzung

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte am Dienstag in Berlin, er hoffe auf eine rasche Lösung. Deutschland sei bereit, Menschen aufzunehmen. Voraussetzung dafür sei aber, dass eine beachtliche Zahl von EU-Ländern auch mitmache.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. Januar 2019 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Januar 2019, 07:10 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

22 Kommentare

10.01.2019 16:37 Bernd L. 22

Zirbeldüse:
Welcher der jungen Männer auf dem Boot befand sich in Not und in welcher?
Menschen in echter Not findet man in Mittel- und Südafrika, Jemen etc - die hungern und haben kein Geld für Schlepper und Smartphones.

10.01.2019 09:06 steeven24 21

mit der Bildauswahl disqualifiziert sich der Bericht ganz von selbst. Der Anteil an Kindern, Familien auf diesen seenötigen Booten ist eher ganz gering aber mit dem Bild soll die Lüge von 9/15 weitergeführt werden. Auch auf diesen Booten sind es überwiegend junge Männer, die sich retten lassen und das zeigen die sonstigen Bilder und Videos sehr deutlich - Warum hier wieder diese Irreführungsversuche ? Zudem hatte Italien angeboten, Frauen und Kinder an Land zu lassen.

10.01.2019 04:45 Zirbeldrüse 20

endlich - da hat sich Europa nicht mit Ruhm bekleckert, in Not befindliche ewig nicht zu helfen. Die menschenverachtenden Kommentare fremdenfeindlicher sollte MDR nicht verbreiten und Plattform bieten

09.01.2019 13:00 Montana 19

Deutsche Rettungsschiffe dürfen in Malta anlegen
Die seit Tagen blockierten zwei deutschen Rettungsschiffe mit 49 Migranten an Bord dürfen in Malta anlegen. Das teilte der maltesische Premierminister Muscat mit. Die Geretteten würden anschließend auf acht EU-Mitgliedsstaaten verteilt. - Die beiden Schiffe hatten die Menschen Ende Dezember aus dem Mittelmeer gerettet. In den letzten Tagen waren Trinkwasser- und Lebensmittel-Vorräte auf den Schiffen zur Neige gegangen. Viele Migranten sollen an der Seekrankheit gelitten haben.
---------------------------------------------------------------------------

Sie schreiben auf acht EU-Mitgliedsstaaten werden die Asylanten verteilt, wenn sie sowieso D. meinen.
Unglaubwürdig.

09.01.2019 12:42 Feststellung 18

Gestern laß man in den Medien ,daß einige die Nahrung verweigern , jetzt schon etwas erpressen zu wollen ,wie soll das an Land weiter gehen . Die abgebildete Familie hat sicher ihre Pässe ,Diplome usw. dabei ,denn das Handy hat die schlimme Schlauchbootfahrt überlebt und ist trocken geblieben oder war es ein Weihnachtsgeschenk von der Besatzung ? Die Frau darf sich weiter mit dem Kopftuch schmücken und Schmincke scheint bei ihr auch genügend vorhanden zu sein ! Zurück in die Heimat und dort können sie berichten wie es auf einem Schiff ist ,daß keinen Hafen anlaufen kann.

09.01.2019 12:21 jochen 17

13 # Nehmen Sie doch bei sich privat auf. Natürlich nur auf eigene Kosten. Nichts anderes.

09.01.2019 12:19 jochen 16

"Gerettet" - Dann alle zurück an die afrikanische Küste. Wohin sonst. Die afrikanische Heimat wartet.

09.01.2019 09:30 Bingo 15

Seenotretter die Helfer der Schlepper. Zurück an Ausgangsort ,der mit Absicht gestarteten lebensgefährlichen "Reise" um ins Asylwunderland zu gelangen. Wer sich mit Absicht in Seenot begibt, um gerettet zu werden gehört bestraft.

09.01.2019 09:21 winfried 14

Die sog. Retter hatten ihre Chance, nämlich die nächstgelegene Anlandung als sie die "Flüchtlinge" an Bord nahmen
Übrigens, wer weiß denn jetzt schon ob es nicht nur Migranten ohne Flüchtlingseigenschaft sind ?!

P.S.: Ich wundere mich schon lange nicht mehr über die Artikel-Begleitfotos.
Mal sind es nur junge Männer, mal Familien, mal Frauen mit Kind, und wenn gar nichts mehr geht Kleinkinder mit Kulleraugen.
Egal, ich sehe dabei immer eine Art "Vorhut".

09.01.2019 09:00 Generation 55+ 13

EU sollte mitmenschlich entscheiden und den Leuten auf den Seenotrettern helfen. Vllt. EU-Lösung damit einzelne Staaten nicht überlastet werden.
Brora stand Jahrzehnte leer und es gibt bestimmt noch weitere leerstehende Protzbauten die mit EU-Finanzen und unter EU-Regelungen neu belebt werden könnten