Demonstranten laufen an einer brennenden Barrikade in der Nähe des Arc de Triomphe (Triumphbogen) während einer Demonstration vorbei.
Brennende Barrikaden bei einer früheren "Gelbwesten"-Demo in Paris. Bildrechte: dpa

Proteste gegen Regierung Macron Demonstrationsverbot für "Gelbwesten" im Pariser Zentrum

Die Pariser Polizei hat ein Kundgebungsverbot auf dem Boulevard Champs-Elysées verhängt. Um drohende neue Ausschreitungen zu verhindern, dürfen die "Gelbwesten" am Sonnabend im Pariser Zentrum nicht demonstrieren.

Demonstranten laufen an einer brennenden Barrikade in der Nähe des Arc de Triomphe (Triumphbogen) während einer Demonstration vorbei.
Brennende Barrikaden bei einer früheren "Gelbwesten"-Demo in Paris. Bildrechte: dpa

Die Pariser Polizeipräfektur hat den "Gelbwesten" untersagt, am Sonnabend auf den Champs-Elysées zu demonstrieren. Für den Boulevard sowie das Zentrum rund um den Triumphbogen wurde ein Kundgebungsverbot verhängt. Auch vor dem Elysée-Palast, dem Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron, und vor der Nationalversammlung darf nicht demonstriert werden.

Zuvor hatten die Behörden bereits Demonstrationen in den Großstädten Nizza und Toulouse untersagt. Die Regierung will damit neue Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende verhindern. Auf den Champs-Elysées hatten Randalierer am vergangenen Samstag am Rande einer "Gelbwesten"-Demonstration zahlreiche Geschäfte zerstört und teilweise in Brand gesteckt.

Trotzdem Demos geplant

Die "Gelbwesten" kündigten ungeachtet der Verbote Kundgebungen in Paris und Nizza an. Die Regierung hat diesmal den Einsatz der Antiterrorkräfte der Armee angeordnet, um die Polizei zu entlasten. Die Opposition sieht diesen Schritt kritisch.

Seit Monaten Proteste gegen Macron

Die Gelbwestenbewegung demonstriert in Frankreich seit Monaten gegen die Politik der Regierung Macron. In Paris und anderen Städten gibt es regelmäßig Kundgebungen, bei denen es wiederholt zu Ausschreitungen kam. Die Behörden hatten daher zuvor auch an anderen Brennpunkten Demonstrationen verboten.

  

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. März 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. März 2019, 14:59 Uhr

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15 Kommentare

24.03.2019 19:15 der_Silvio 15

Als ich vorige Woche davon gehört habe, daß die Ausschreitungen so extrem waren, kam ich nicht um die Gedanken umhin, daß V-Leute eingeschleust wurden, um eine Handhabe gegen die Proteste zu bekommen. Und nun werden die Proteste verboten...

23.03.2019 15:48 Fragender Rentner 14

So ist das mit den Wahlen, erst ihn haben wollen und jetzt nicht mit dem zufrieden sein, was er fürs Volk macht.

23.03.2019 15:45 Fragender Rentner 13

Ich werde es euch schon zeigen wen ihr da gewollt habt, als jemanden anderes.

23.03.2019 13:30 Sonja 12

@ 8 ja das stimmt aber bei dem deutschen klappt das wunderbar .....

23.03.2019 10:27 Theophanu 11

Die Franzosen haben eben Rückgrat und wehren sich, ganz gleich wie man zu den Gelbwesten steht. Wir sehen es täglich: Der Deutsche schluckt und glaubt mehrheitlich jeden Mist.
Interessant ist, dass das EU-Messias Macron im eigenen Lande auf dem niedrigsten Stand der Zustimmung ist. Macron ist am Ende.

23.03.2019 09:56 ups 10

Solange keine Gewalt gegen Personen oder deren Eigentum zu erkennen ist, sollte jeder das Recht auf Demonstrationfreiheit haben, aber wenn Gewalt auftritt muß mit entsprechender Härte eingegriffen werden. Umringen, Knüppel raus und draufhauen, einsacken und die Schäden abarbeiten lassen. Dieses verweichlichte Demokratieverständnis schafft nur noch mehr Randaletourismus.

22.03.2019 23:35 Wessi 9

@ 7 na denn, ich hatte Sie eigentlich nicht als "Schläger"+"Sachbeschädiger" eingeschätzt.Was auf den Champs Eysées etc. mutwillig zerstört wird ist Privateigentum und hat mit Macron herzlich wenig zu tun.Als Präsident ist er gefordert das Eigentum der Bürger*innen zu schützen.Was würden Sie schreien wenn demnächst eine gewalttätige Antifa-Demo gegen die AfD-Zentrale erlaubt würde.Hören Sie doch mit den 2 Maßstäben auf, selbst wenn die saehr linken Gelbwesten im Prinzip ja nicht Unrecht haben.

22.03.2019 22:11 Montana 8

Will man den Franzosen den Mund verbieten ? Das wird wohl nie klappen.

22.03.2019 19:10 REXt 7

Demokratie auf französisch, abgesegnet nach EU Art, ganz im Sinne Merkels.

22.03.2019 19:08 INFO 6

INFO an @fritz3 >… was macht eigentlich die früher so eloquente Frau Bundeskanzlerin, von der hört man ja gar nichts mehr <
WER LESEN KANN, IST KLAR IM VORTEIL
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/brexit-merkel-regierungserklaerung-100.html
und
ZITAT von CDU Wählerin
Vertrauen, einfach unsere weitsichtige Kanzlerin Vertrauen. Uns geht es in Deutschland so gut wie noch nie vorher! Wir leben seit 1945 im Frieden unsere Nachbarn schafften durch Vertrauen trotz unserer schlimmen Vergangenheit ein vereinigtes Europa, die stärkste Währung der Welt für alle die Kriterien erfüllen und sogar im UNO Sicherheitsrat darf Deutschland trotz Verbrechen gegen die Menschlichkeit in zwei Weltkriegen - mitbestimmen.