Gelbwesten demonstrieren in Paris
Anhänger der "Gelbwesten"-Bewegung in Paris. Bildrechte: dpa

Proteste der "Gelbwesten" Paris setzt Ökosteuer für ein Jahr aus

Nach den gewaltbereiten Protesten der "Gelbwesten" in Paris macht die französische Regierung erste Zugeständnisse: Die Ökosteuer soll 2019 nicht mehr kommen. Trotzdem werden am Wochenende weitere Proteste befürchtet.

Gelbwesten demonstrieren in Paris
Anhänger der "Gelbwesten"-Bewegung in Paris. Bildrechte: dpa

Die französische Regierung reagiert mit weiteren Zugeständnissen auf die anhaltenden Proteste der sogenannten Gelbwesten. Ministerpräsident Edouard Philippe sagte, das Vorhaben einer Ökosteuer sei aus dem Haushaltsgesetz 2019 komplett gestrichen worden.

Zuvor war die geplante Erhöhung der Spritsteuer für sechs Monate auf Eis gelegt worden. Die hohen Treibstoffpreise waren ein Auslöser der Proteste, die Frankreich seit Wochen erschüttern.

Seit Anfang November protestieren die "Gelbwesten" gegen die Steuerpläne. Die Bewegung heißt so, weil Demonstranten gelbe Warnwesten tragen. Dahinter steht keine Partei oder Organisation. Die Demonstranten organisieren sich hauptsächlich über die Sozialen Medien.

Neue Ausschreitungen befürchtet

Der Protest richtet sich inzwischen auch gegen Präsident Emmanuel Macron. Die Demonstranten werfen ihm eine Politik für Reiche und gegen die Armen vor.

Bei den für Samstag geplanten Protesten der "Gelbwesten" befürchtet die französische Regierung erneut schwere Ausschreitungen. Es drohe eine "sehr große Gewalt", hieß es am Mittwochabend aus dem Elysée-Palast.

Demonstration in Paris
An diesem Wochenende werden erneut gewaltbereite Demonstranten in Paris erwartet. Bildrechte: dpa

Die Regierung will landesweit mehr als 65.000 Sicherheitskräfte mobilisieren, um Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende zu vermeiden.

MDR AKTUELL RADIO

Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2018, 09:09 Uhr