Donald Trump (l), Präsident der USA, und Boris Johnson (r), Premierminister von Groߟbritannien, nehmen an einem Arbeitsfrühstück im Hotel du Palais am Rande des G-7-Gipfels teil.
US-Präsiden Trump (l), und der britische Premier Johnson beim Arbeitsfrühstück im Hotel du Palais am Rande des G-7-Gipfels. Bildrechte: dpa

G7-Treffen Trump bietet Johnson "fantastisches" Handelsabkommen an

Die USA und Großbritannien verfolgen in Biarritz vor allem eigene Interessen. US-Präsident Trump bot dem neuen britischen Premier Johnson für die Zeit nach dem Brexit einen "fantastischen" Deal an. Derweil gibt es Kritik an der Nichteinladung von Russland zum G7-Treffen - aus Ostdeutschland.

Donald Trump (l), Präsident der USA, und Boris Johnson (r), Premierminister von Groߟbritannien, nehmen an einem Arbeitsfrühstück im Hotel du Palais am Rande des G-7-Gipfels teil.
US-Präsiden Trump (l), und der britische Premier Johnson beim Arbeitsfrühstück im Hotel du Palais am Rande des G-7-Gipfels. Bildrechte: dpa

US-Präsident Donald Trump ist erstmals mit dem neuen britischen Premierminister Boris Johnson zusammengekommen. Beide trafen sich am Sonntagmorgen am Rande des G7-Gipfels im französischen Biarritz zu einem Arbeitsessen.

Thema beim gemeinsamen Frühstück war vor allem der von Johnson für den Herbst angekündigte Brexit. Trump stellte dabei Großbritannien für die Zeit nach dem Brexit ein "fantastisches" Handelsabkommen mit den USA in Aussicht. Man werde einen "sehr großen" Pakt abschließen. Es gebe riesige Chancen für Großbritannien auf dem US-Markt.

Differenzen im Handelsstreit mit China

Jedoch wurden in der Frage des Handelskonflikts mit China auch Differenzen zwischen Washington und London deutlich: Trump verteidigte die neuen Strafzölle gegen China. Johnson betonte dagegen, dass er für friedliche Handelsbeziehungen sei.

Trump bislang zufrieden

25.08.2019, Frankreich, Biarritz: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l-r gegen den Uhrzeigersinn), Frankreichs Präsident Emanuel Macron, US-Präsident Donald Trump, Shinzo Abe, Premierminister von Japan, der amtierende Premierminister Italien, Giuseppe Conte, EU-Ratspräsident Donald Tusk, der Britische Premierminister Boris Johnson und Kanadas Premierminister Justin Trudeau bei der Ersten Arbeitssitzung beim G7-Gipfel.
Beratung der G7-Staats- und Regierungschefs am Sonntag. Bildrechte: dpa

Zum Auftakt des G7-Treffens im französischen Atlantik-Badeort Biarritz am Sonnabend hatte sich Trump unerwartet versöhnlich gezeigt. Er twitterte nach einem Essen mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, es sei ihr bislang bestes Treffen gewesen. Auch die Zusammenkunft mit den anderen Staats- und Regierungschefs sei sehr gut verlaufen.

Soldaten des französische Militärs suchen den Strand vor dem Austragungsort des G7-Gipfels nach Minen ab
Strenge Sicherheitsvorkehrungen bei G7-Gipfel im französischen Badeort Biarritz: 13.000 Polizisten und Soldaten sichern das Treffen ab. Bildrechte: dpa

Zugleich attackierte Trump die Medien. Diese hätten vorausgesagt, dass der Gipfel katastrophal werde, weil seine Beziehungen zu den anderen Regierungschefs angespannt seien.

Das Treffen der sieben wichtigen Industriestaaten mit geladenen Vertretern zahlreicher anderer Staaten dauert noch bis Montag an - China und Russland sind nicht dabei.

Mitteldeutsche Regierungschefs kritisieren Ausschluss Russlands

Die mitteldeutschen Ministerpräsidenten haben sich für eine Rückkehr Russlands in den Kreis der G7-Gruppe ausgesprochen. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer sagte der "Welt am Sonntag", je mehr Formate es gebe, um mit Russland zu sprechen, desto besser. Der Thüringer Ministerpräsident Ramelow sagte, der Ausschluss Russlands wegen der Annexion der Krim sei zum damaligen Zeitpunkt richtig gewesen. Jedoch habe die Ausgrenzung wenig bewirkt.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff erklärte, dass Russland dauerhaft ausgeschlossen und sanktioniert werde, erscheine ihm wenig sinnvoll. Ähnlich äußerte sich sein Brandenburger Amtskollege Dietmar Woidke.

US-Präsident Trump hatte vorgeschlagen, Russland wieder zu den G7-Treffen einzuladen. Die Bundesregierung und Frankreich lehnen das ab. Die EU hatte erst kürzlich Sanktionen verlängert.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. August 2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2019, 09:59 Uhr

11 Kommentare

CDU voters vor 3 Wochen

Russland verpasst nichts. OK Putin wäre vllt. mal wieder unter Regierungschefs die sich weitgehend uneinig sind aber Plausch und Leckeres in klimatisierten Räumlichkeiten und sicher beschützt wäre Abwechslung.

CDU voters vor 3 Wochen

Macron sollte Mohammed Dschawad Sarif und Donald Trum in einen Raum sperren und erst nach Einigung wieder raus lassen.
Dänemark hätte Trum die Eisscholle Island auch Schenken oder in Unabhängigkeit entlassen können. Alaska gab es von Russland auch für Schnäppchen.

August vor 3 Wochen

Trump seine Schachzüge enden mit Mau Mau und das wird dann in Twitter wiederrufen. Die Globale Politik zerfällt wie ein Puzzle jeder gegen jeden.
Ein Kindergarten wäre das richtige Vergleichsobjekt zur derzeitigen Politik.
Putin war nicht Artig und steht in der Ecke und darf nicht mitspielen. Trump
will nur mitspielen wenn er alles Kriegt und selbst das ist noch zu wenig seine
Deals heißen ich ich ich ich. Die anderen sitzen am Tisch wissen auch nicht was sie wollen oder sollen keiner will sein Land in eine Rezension führen. Das Bild Daumen hoch Trump und Johnson erinnert an Dick und Doof nur wer ist wer der Narr war im Mittelalter der Coolste. Die EU kann nur als ganzes Überleben jedes Land würde sonst von Stärkern Machtblöcken involviert (aufgekauft). Der größere frist den Kleinen ob in der Natur oder in der Börse egal ob er rechts oder Links läuft.

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