US-Präsident Donald Trump pausiert in der Kammer des Repräsentantenhauses im Kapitol während seiner ersten Rede «Zur Lage der Nation».
Donald Trump fühlt sich und die USA falsch behandelt. Bildrechte: dpa

Wegen Verteidigungs- und Handelspolitik Trump greift Deutschland an

US-Präsident Trump bekräftigt den Willen zur Einführung von Schutzzöllen auf Aluminium und Stahl, signalisiert aber zugleich auch, dass es Ausnahmen für bestimmte Länder geben wird. Deutschland wird wohl nicht darunter sein, denn der Präsident findet, Berlin verhalte sich in Sachen Handel und Verteidigung "nicht fair".

US-Präsident Donald Trump pausiert in der Kammer des Repräsentantenhauses im Kapitol während seiner ersten Rede «Zur Lage der Nation».
Donald Trump fühlt sich und die USA falsch behandelt. Bildrechte: dpa

US-Präsident Donald Trump hat Deutschland wegen seiner Verteidigungs- und Handelspolitik hart kritisiert. Trump sagte zu den geplanten Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium, die Vereinigten Staaten seien von einigen Ländern im Handel und in der Verteidigung "über Jahre enorm ausgenutzt" worden.

Als Beispiel nannte Trump Deutschland und die aus seiner Ansicht zu niedrigen deutschen Ausgaben für Verteidigung. Die USA würden einen deutlich höheren Anteil ihres Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung investieren als Deutschland. Das sei nicht fair, so der Präsident.

Keine Ausnahme für Deutschland

Handel und Militär gingen "bis zu einem gewissen Grad Hand in Hand", so Trump. Damit stellte er einen direkten Zusammenhang zwischen Handelsfragen und Verteidigungspolitik her. Zudem bekräftigte er, Strafzölle von 25 Prozent auf die Einfuhr von Stahl und 10 Prozent auf Aluminiumimporte verhängen zu wollen.

Die Äußerungen deuten darauf hin, dass Trump keine Ausnahme der Schutzzölle für Deutschland vorsieht. Solche Ausnahmen plant er dagegen für die Nachbarländer Mexiko und Kanada. Auch Australien könnte von den Schutzzöllen befreit werden.

Die USA hätten eine sehr enge Beziehung zu Australien, man werde mit Blick auf das Land und andere Länder etwas tun, sagte Trump am Donnerstag während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. März 2018 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. März 2018, 22:27 Uhr

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