Mitarbeiter des FBI und Polizisten stehen zusammen.
Kein Geld wegen Haushaltssperre: FBI-Verband sieht nationale Sicherheit gefährdet. Bildrechte: dpa

USA Haushaltssperre: FBI kann Informanten nicht mehr bezahlen

Rund 800.000 US-Beamte bekommen wegen der Haushaltssperre derzeit kein Gehalt. Auch das FBI meldet Einschränkungen bei ihrer Arbeit. Zum Beispiel könnten keine Drogen mehr für verdeckte Geschäfte gekauft werden, Informanten nicht mehr bezahlt werden. Der FBI-Verband sieht sogar die nationale Sicherheit gefährdet.

Mitarbeiter des FBI und Polizisten stehen zusammen.
Kein Geld wegen Haushaltssperre: FBI-Verband sieht nationale Sicherheit gefährdet. Bildrechte: dpa

Unter der seit Wochen geltenden Haushaltssperre in den USA leidet inzwischen auch die Arbeit der Bundespolizei FBI. Wie der Berufsverband der FBI-Mitarbeiter (FBIAA) mitteilte, können etwa Informanten und Übersetzer nicht mehr bezahlt werden. Auch Drogen für verdeckte Einsätze könne man nicht mehr kaufen. Ein FBI-Büro beklagte laut Verband, dass es an Geld für DNA-Testsätze, Ersatz-Autoreifen und Kopierpapier fehle.

"Shutdown gefährdet nationale Sicherheit "

Der Vorsitzende des Berufsverbands, Tom O'Connor sagte, mit jedem Tag, den die Haushaltssperre andauere, würden die Probleme für das FBI größer. Damit wachse der Schaden auch für die weltweite Anti-Terrorismus-Aktivitäten des FBI sowie für die Abwehr geheimdienstlicher Operationen anderer Staaten.

Nach Angaben des US-Senders CNN distanzierte sich das FBI in einer Erklärung von dem Bericht und verwies darauf, dass dies ein Report des Verbandes sei und nicht von der Ermittlungsbehörde.

Donnerstag neuer Versuch für Ende des Streits

Bei der US-Bundespolizei gibt es rund 13.000 Sonderagenten. Die meisten von ihnen müssen weiter arbeiten, auch wenn sie wegen der Haushaltssperre kein Gehalt bekommen. Insgesamt sind gut 800.000 US-Beamte betroffen.

Präsident Donald Trump und die oppositionellen Demokraten streiten um den Haushalt für 2019. Im Mittelpunkt steht dabei Trumps geplante Mauer an der Grenze zu Mexiko, für die etwa 5,7 Milliarden US-Dollar (etwa fünf Milliarden Euro) veranschlagt sind. Am Donnerstag wollen Republikaner und Demokraten einen neuen Versuch starten, den Streit zu beenden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Januar 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2019, 09:11 Uhr

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6 Kommentare

24.01.2019 21:42 Wessi 6

@ 4 was faseln Sie nun mal wieder fürn Unsinn! in einer Demokratie hat als Erstes das Parlament das sagen, also Pelosi. Trump ist kein "irgendwie-Adolf"...er hat sich dem Parlament zu fügen. Niemand will "unerwünschte Personen" im Land haben.Hier geht es nur, wie im Honecker-Land" (hatten Sie vllt. Schuld daran, in der NVA z.B.?) um den Bau einer Mauer oder nicht.Aber da sie sich offensichtlich dafür aussprechen, liebten Sie sicherlich auch das VATERLAND DDR?

24.01.2019 15:52 Fragender Rentner 5

Oh man kann seine Zuträger nicht mehr bezahlen ? ;-(

24.01.2019 11:01 Volksmund 4

Zum Redeverbot durch Pelosi gegenüber dem rechtmäßigen!!! Präsidenten der USA: Die Demokraten berufen sich auf ihr Hausrecht, sperren auf ihrem Gebiet selbst unerwünschte Personen aus. a Aber Trump darf keine unerwünschten Personen aussperren und vom Hausrecht des Staates USA Gebrauch machen?!
Die Demokraten führen sich der ganzen Welt selbst vor. Genial! Wer es verstehen WILL, versteht es auch.

23.01.2019 12:14 Jakob 3

Was erzählen Sie uns da, "Volksmund"? Dass es gut ist, wenn ein Land seine Gewaltenteilung abschafft und statt dessen der wütenden Willkür eines einzelnen, belehrungsresistenten Soziopathen ausgesetzt ist? Glaube ich Ihnen nicht, sorry.

23.01.2019 11:52 Artep 2

Ich gehe mal davon aus, dass am 11.09.2001 alle sicherheitsleute und Informanten des FBI bezahlt wurden waren ?

23.01.2019 10:58 Volksmund 1

Man muss nicht alles mögen an Trump. Aber der Beamtenapparat ist in den USA genauso überrepräsentiert und aufgebläht, wie in der EU/BRD. Trump ist nicht sooo dumm, wie er hierzulande zu 90% medial dargestellt wird. Und eines ist dabei entscheidend: Die Demokraten gehen auf seine legitimen Angebote zu einer Grenzlösung nicht ein. Damit versetzen sie den POTUS aber genau in die völlig legale Lage, per geltender Gesetze!!!, einen Großteil dieser überflüssigen und steuergeldfressenden Verwaltung abzuschaffen. Dazu gehört natürlich auch die Bundespolizeibehörde FBI. Es gelten nämlich gesetzliche Fristen in den USA. Trump spielt gerne 4D-Schach. Den Zeitfaktor hatten die Pelosi-Ostküsten-Multikultis eben nicht auf dem Radar in ihrer ideologischen Verblendung. Auch im FBI sitzen leider immer noch genug "alte Kader". Trump begeht eben nicht den Fehler "Wende 89".