in Fußgänger läuft am Hauptsitz der Hong Kong Exchange (HKEX) in Hong Kong vorbei.
Der Hauptsitz der Hong Kong Exchange (HKEX) in Hong Kong. Bildrechte: dpa

Finanzmärkte Hongkonger Börse will Londoner Börse übernehmen

Die Deutsche Börse war mit dem Plan gescheitert - dem Ansinnen des Hongkonger Finanzplatzes Hong Kong Exchanges and Clearing Limited aber steht keine EU-Kommission im Weg: Die Börse will den Londoner Markt LSE für umgerechnet 36 Milliarden Euro kaufen und einen der größten Finanzmärkte weltweit schaffen.

in Fußgänger läuft am Hauptsitz der Hong Kong Exchange (HKEX) in Hong Kong vorbei.
Der Hauptsitz der Hong Kong Exchange (HKEX) in Hong Kong. Bildrechte: dpa

Die Börse in Hongkong will den Handelsplatz London Stock Exchange (LSE) kaufen. Wie die LSE mitteilte, hat der Börsenbetreiber "Hong Kong Exchanges and Clearing Limited" 31,6 Milliarden Pfund geboten, umgerechnet 36 Milliarden Euro. Die Papiere der Londoner Börse schnellten nach der Mitteilung zeitweise um 16,4 Prozent nach oben.

"Angebot unaufgefordert"

Die Hongkonger Börse schlägt nach Angaben der britischen LSE vor, beide Handelsplätze zu "vereinen", um "einen der größten Handelsplätze der Welt zu schaffen". Laut LSE kam das Angebot unaufgefordert und steht unter vielen Vorbehalten. So will die Börse die Übernahme des Datenbetreibers Refinitiv weiter vorantreiben. Dabei ist eine Bedingung der Hongkonger Händler, genau diese aufzugeben.

Zuvor hatte bereits die Deutsche Börse eine Fusion mit der LSE angestrebt. Ziel war ein europäischer Börsenriese. Das hatte aber die EU-Kommission 2017 verboten, weil eine Fusion "die Konkurrenz deutlich eingeschränkt" hätte. Die Deutsche Börse sprach daraufhin von einem Rückschlag für die Finanzplätze in Europa.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. September 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 12:36 Uhr

2 Kommentare

Leachim-21 vor 1 Wochen

interessanter Artikel der einmal mehr aufzeigt das die EU komplett reformiert gehört wenn sich die EU bzw. Europa im Globalen Handel bzw. Wettbewerb bestehen will. jetzt will eine Börse die durch eine Diktatur gelenkt wird die Londoner Börse kaufen um noch mehr in Ihren Sinne die Wirtschaft zu bestimmen . und Brüssel hat damals die andere Fusion verhindert mit der Begründung Wettbewerb was für ein Irrsinn kann man da nur sagen. man hätte ja auch auflagen machen können für die Fusion bei der Deutschen und Londoner Börse . hier zeigt sich doch das zu kurz gedacht wird.

Strafrechts-Profit-eur vor 1 Wochen

Es wäre Aufgabe der Behörden, den Kauf der Londoner Börse durch Hongkong zu verhindern. Andernfalls sollten die Briten Ihre Regierung vor Gericht stellen.

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