29 Festnahmen Wieder Ausschreitungen in Hongkong

Nach fast zwei Wochen relativer Ruhe ist es in Hongkong wieder zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Es flogen Brandsätze und Steine, 29 Personen wurden festgenommen.

Ausschreitungen zwischen chinakritischen Demonstranten und Polizei in Hongkong
Am 24. August kam es bei chinakritischen Protesten in Hongkong erneut zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften. Bildrechte: dpa

Bei erneuten Ausschreitungen in Hongkong hat die Polizei 29 Demonstranten festgenommen. Die Zahl wurde am Sonntag mitgeteilt, nachdem es am Abend zuvor bei einem Protestmarsch zu Zusammenstößen gekommen war.

Nach zwei Wochen relativ friedlicher Proteste war die Lage am Sonnabend eskaliert. Demonstranten warfen Flaschen, Brandsätze und Steine auf die Polizisten, die Beamten setzten Tränengas ein. Zudem schlugen beide Seiten mit Baseballschlägern und Schlagstöcken aufeinander ein. Auch für Sonntag waren weitere Proteste geplant.

Massenprotest hält an

Zweieinhalb Monate dauern die Proteste nun schon an. Auslöser der Demonstrationen war ein inzwischen ausgesetzter Gesetzentwurf der Regierung zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China.

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam rief über Facebook die Kritiker zum Dialog auf. Hongkonger Medienberichten zufolge sprach sie mit Wirtschaftsvertretern und Politikern über Wege zur Lösung des festgefahrenen Konflikts. Lam wurde demnach aufgefordert, eine unabhängige Untersuchung über Polizeigewalt bei den Protesten einzuleiten und das Auslieferungsgesetz auch formell zurückziehen.

Die Millionenmetropole gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China. Als Sonderverwaltungszone sind Hongkong noch bis 2047 umfangreiche Sonderrechte garantiert, die die Protestbewegung durch das geplante Auslieferungsabkommen mit China gefährdet sieht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. August 2019 | 07:17 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2019, 08:15 Uhr

2 Kommentare

MDR-Team vor 3 Wochen

Lieber Colditzer, eine Verharmlosung der Ereignisse in Hongkong können wir nicht erkennen. Der Beitrag gibt die aktuellen Geschehnisse rund um die Proteste wieder. Dabei wird von den gewalttätigen Zusammenstößen berichtet. Das Foto bildet eben diese ab.
Liebe Grüße aus der MDR.de-Redaktion

Colditzer vor 3 Wochen

Ich finde es bedauerlich, auf welch niedriges Niveau der MDR sich begibt.
Auf dem obigen Foto ist eindeutig zu sehen, wie ein " Demonstrant" schwere Körperverletzung an einem Polizisten begeht. Dieser gezielte Tritt in den Wirbelsäulenbereich wird in Deutschland vor Gericht als schwere Körperverletzung geahndet.
Und hier wird alles verharmlost, sehr bedauerlich.
Die Redaktion macht sehr große Unterschiede in der Beurteilung von eindeutigen Situationen..
Warum, geht es gegen China?

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