Das von Stena Bulk zu Verfügung gestellte undatierte Foto zeigt den britischen Öltanker ''Stena Impero''.
Die "Stena Impero" wurde vom Iran festgesetzt. Bildrechte: Stena Bulk/Stena Bulk/AP/dpa

Irankonflikt Großbritannien will Schutzmission für Straße von Hormus

Nachdem der Iran in der Straße von Hormus einen britischen Tanker festgesetzt hat, will Großbritannien eine europäische Schutzmission aufbauen. Sie soll Schiffe sicher durch die Seestraße geleiten. Der Iran zeigt sich derweil offen für eine diplomatische Lösung.

Das von Stena Bulk zu Verfügung gestellte undatierte Foto zeigt den britischen Öltanker ''Stena Impero''.
Die "Stena Impero" wurde vom Iran festgesetzt. Bildrechte: Stena Bulk/Stena Bulk/AP/dpa

Großbritannien will eine europäische Schutzmission für die Straße von Hormus aufbauen. Außenminister Jeremy Hunt sagte am Montag, man wolle damit "die sichere Passage von Mannschaften und Fracht in dieser wichtigen Region" unterstützen. Durch die Wasserstraße wird ein Fünftel der globalen Erdöltransporte verschifft.

Iran: Festsetzung war "legal und legitim"

Der Iran hatte den britischen Tanker "Stena Impero" am Freitag gestoppt und in den südiranischen Hafen Bandar Abbas gebracht. Der Iran sieht sich im Recht. Die Beschlagnahme des Schiffes sei "legal und legitim" gewesen. Teheran könne Dokumente vorweisen, dass der Tanker auf der falschen Richtungsspur eingefahren sei. Zudem habe er umweltschädliche Materialien an Bord und sein GPS ausgeschaltet gehabt. Der iranische Regierungssprecher Ali Rabiei bekundete auf Twitter die Bereitschaft für eine diplomatische Lösung. Außenminister Hunt bezeichnete den Vorfall dagegen als "staatliche Piraterie", machte aber zugleich klar, dass es Großbritannien um Deeskalation gehe .

Rabiei bestritt, dass es sich bei der Festsetzung des Schiffes um einen Vergeltungsschlag handle. Großbritannien hatte am 4. Juli einen iranischen Frachter vor Gibraltar festgesetzt. Die "Grace 1" soll versucht haben, Öl nach Syrien zu liefern und damit gegen ein Verbot der EU zu verstoßen. Das Fahrverbot gilt zunächst bis zum 20. August.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 22. Juli 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Juli 2019, 00:23 Uhr

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6 Kommentare

23.07.2019 16:57 Fragender Rentner 6

GB will aus der EU raus nur hier will er eine Schutzzone?

Ist denn GB immer noch ein großes Kaiserreich oder sagen wir es auf englisch Emp. .

23.07.2019 08:56 Carolus Nappus 5

Na warten wir mal den heutigen Tag ab, vielleicht braucht die Insel dann in Zukunft gar nicht mehr soviel Öl und kann sich selbst versorgen.

23.07.2019 02:24 part 4

GB war ja schon im Irak- Krieg meistbeteiligt nach den USA. Hoheitsgewässer lassen sich aber nicht nach politischem Gutdünken verschieben, sie sind nach Völkerrecht garantiert, womit wir bei Gibraltar wären??? Nachdem es nun nicht geklappt hat mit dem lang geplanten Pipelinebau über Syrien zum Mittelmeer weil es da so einen Machthaber geben soll, der aber frei gewählt ist, wird nun versucht mit anderen unlauteren Mitteln eine Allianz der Mächtigen zu gründen. Es wird wohl nicht mehr lange dauern bis der Anlass gefunden wurde um den Grund zu verwirklichen. Truppenentsendungen mit Unnötigkeiten an CO² - Ausstoß um den Grundstoff für noch mehr CO²- Ausstoß langfristig zu sichern statt vernünftiger Diplomatie und gegenseitiger Akzeptanz. Die Auffälligkeiten in der Region werden aber langsam zuviel nur um ein Land davon abzuhalten Kernenergie friedlich zu nutzen, das schon seit Jahren mit Wirtschaftskrieg belegt wurde, aber ob dies der wahre Grund ist???

22.07.2019 22:24 Jürgen Förster 3

Mich würde jetzt noch interessieren, auf welcher Rechtsgrundlage die EU dem Iran verbieten darf, Öl oder was auch immer an Syrien zu liefern.

22.07.2019 21:18 Paule 2

Englisch sprechende Soldaten sind auf der ganzen Welt beliebt. Da sind Zivilopfer vorprogrammiert.

22.07.2019 20:43 Fragender Rentner 1

Können wir die Tanker auch aufnehmen?

Angeblich bedürfen sie Schutz?