Kelly Knight Craft spricht vor Flaggen in ein Mikrofon (Archivfoto)
Trumps neue Wunschkandidatin für das Amt der Botschafterin für die USA bei den Vereinten Nationen: Kelly Knight Craft. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Trump verkündet Nominierung Kelly Knight Craft soll neue UN-Botschafterin werden

US-Präsident Trump hat die bisherige US-Botschafterin in Kanada, Kelly Knight Craft, zur neuen Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen nominiert. Der Senat muss Craft allerdings noch bestätigen. Die neue Nominierung war notwendig, weil die bisherige Kandidatin Nauert überraschend ihre Bewerbung zurückgezogen hatte.

Kelly Knight Craft spricht vor Flaggen in ein Mikrofon (Archivfoto)
Trumps neue Wunschkandidatin für das Amt der Botschafterin für die USA bei den Vereinten Nationen: Kelly Knight Craft. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

US-Präsident Donald Trump will die US-Botschafterin in Kanada, Kelly Knight Craft, zur obersten Diplomatin der USA bei den Vereinten Nationen in New York machen. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Trump, er habe keinen Zweifel, dass die USA unter ihrer Führung auf höchstem Niveau repräsentiert würden. Stimmt der Senat der Personalie zu, folgt Craft auf Nikki Haley, die den Posten zum Ende des vergangenen Jahres aus persönlichen Gründen abgegeben hatte.

Glaubt bei Klimawandel "beiden Seiten"

Craft war vor ihrer Zeit als US-Botschafterin in Kanada Unternehmerin im US-Bundesstaat Kentucky. Sie ist mit Joe Craft verheiratet, einem milliardenschweren Geschäftsmann aus der Kohleindustrie. Beide sind Unterstützer der Republikaner. Im Wahlkampf 2016 unterstützte das Ehepaar einem Bericht der "Washington Post" zufolge Kandidaten der Konservativen mit umgerechnet rund 1,3 Millionen Euro.
Für Aufsehen sorgte Craft, als sie erklärte, sie glaube "beiden Seiten" in der Debatte über den Klimawandel. In einem Interview des Senders CBC war sie gefragt worden, ob sie an den Klimawandel glaube. Sie entgegnete daraufhin: "Ich glaube, es gibt Wissenschaftler auf beiden Seiten, die richtig liegen".

Spekulationen über Rückzug Nauerts

Craft ist bereits Trumps zweite Kandidatin für das Spitzenamt. Die bisherige Anwärterin Heather Nauert hatte ihre Bewerbung am vergangenen Sonntag überraschend zurückgezogen. Die frühere Moderatorin des Fernsehsenders Fox News erklärte, die vergangenen zwei Monate seien für ihre Familie sehr aufreibend gewesen. Mehrere US-Medien berichteten allerdings, Grund für Nauerts Rückzug sei, dass sie vor Jahren eine Frau als Kindermädchen beschäftigt hatte, die keine US-Arbeitserlaubnis gehabt habe. Aus Angst vor Komplikationen im Nominierungsprozess wegen dieses Falls habe Nauert entschieden, sich selbst aus dem Rennen zu nehmen.

Personalkarussell

Seit Trumps Amtsübernahme im Januar 2017 sind eine ganze Reihe von Regierungsvertretern entweder zurückgetreten oder wurden entlassen. Zu ihnen gehören unter anderem die Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn und H.R. McMaster, Stabschef Reince Priebus, Trumps Kommunikationsdirektoren Hope Hicks und Anthony Scaramucci sowie Außenminister Rex Tillerson.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Februar 2019 | 01:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Februar 2019, 02:52 Uhr