Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme.
Paris, London und Berlin bereiten eine Mission zur "Kontrolle und Beobachtung der maritimen Sicherheit" am Persischen Golf vor. Bildrechte: dpa

Paris, London und Berlin Kontrollmission am Persischen Golf geplant

Die Regierungen von Großbritannien, Frankreich und Deutschland wollen im Persischen Golf gemeinsam für mehr Sicherheit sorgen. Schiffe sollen durch die Seestraße geleiten werden.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme.
Paris, London und Berlin bereiten eine Mission zur "Kontrolle und Beobachtung der maritimen Sicherheit" am Persischen Golf vor. Bildrechte: dpa

Die Regierungen in Paris, London und Berlin bereiten nach den Worten des französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian eine Mission zur "Kontrolle und Beobachtung der maritimen Sicherheit" am Persischen Golf vor. Die drei Regierungen wollten eine "europäische Initiative" in Gang bringen, bei der es um eine gemeinsame "Absicherung" am Persischen Golf gehe, sagte Le Drian am Dienstag vor der französischen Nationalversammlung.

Schutzmission für sichere Durchfahrt

Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Freitag den unter britischer Flagge fahrenden Tanker "Stena Impero" beschlagnahmt. Der britische Außenminister Jeremy Hunt hatte bereits am Montag eine europäisch geführte maritime "Schutzmission" am Golf ins Spiel gebracht. Damit solle die "sichere Durchfahrt sowohl der Besatzungen als auch der Ladungen" von Schiffen durch diese "zentrale Region" unterstützt werden.

Le Drian sprach sich dafür aus, einen "Prozess der Deeskalation" in Gang zu bringen. Er traf vor seiner Rede im Parlament mit dem iranischen Vize-Außenminister Abbas Araktschi zusammen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Juli 2019 | 20:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Juli 2019, 21:12 Uhr