Eine Rauchsäule steigt nach einem Angriff auf eine Stellung der Terrormiliz Islamischer Staat auf.
Am Freitag lag Baghus noch unter dem Feuer der kurdisch-arabischen Allianz. Bildrechte: dpa

Kampf um Baghus Letzte IS-Bastion in Syrien eingenommen

Die letzte IS-Bastion in Syrien ist nach Angaben kurdisch-arabischer Kämpfer erobert. Die mit den USA verbündeten Kräfte meldeten die Einnahme von Baghus an der irakischen Grenze. Tausende Dschihadisten ergaben sich. Geschlagen ist die Terrormiliz aber noch nicht.

Eine Rauchsäule steigt nach einem Angriff auf eine Stellung der Terrormiliz Islamischer Staat auf.
Am Freitag lag Baghus noch unter dem Feuer der kurdisch-arabischen Allianz. Bildrechte: dpa

In Syrien ist die letzte Bastion der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" gefallen. Wie die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Samstag bekanntgaben, nahmen Kämpfer der kurdisch-arabischen Allianz am Samstag den Ort Baghus am Euphrat ein. Die Kontrolle über das Dorf nahe der irakischen Grenze sei vollständig übernommen worden, sagte ein SDF-Sprecher. Die Dschihadisten hätten eine "hundertprozentige territoriale Niederlage" erlitten.

USA verkündeten voreilig Einnahme

Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte SDF in Baghus Syrien
Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte unweit von Baghus. Bildrechte: dpa

Die USA, welche die SDF in ihrem Kampf gegen den IS unterstützen, hatten bereits am Freitag die Vertreibung der Terrormiliz aus Baghus verkündet, obwohl die Kämpfe zu diesem Zeitpunkt noch andauerten. Die letzte IS-Bastion war am Freitagmorgen nach zweitägiger Feuerpause wieder unter Beschuss genommen worden. Laut den SDF-Angaben dauerten die Kämpfe bis zum Samstagmorgen an.

Der Kampf um Baghus hatte am 9. Februar begonnen. Es war die letzte Phase einer im September 2018 gestarteten Großoffensive zur Einnahme der letzten IS-Gebiete in Syrien. Zehntausende Menschen flohen aus Baghus. Zahlreiche IS-Kämpfer leisteten erbitterten Widerstand. Tausende Dschihadisten ergaben sich aber auch.

IS noch nicht vollständig geschlagen

Experten zufolge ist der IS mit der Einnahme seiner letzten Bastion aber nicht vollständig geschlagen. In der Badia-Wüste sind die Dschihadisten noch präsent. In Syrien und im Irak verfügen sie überdies über zahlreiche Schläferzellen, die immer wieder Anschläge verüben. Es gibt international Befürchtungen, der IS könnte nach seiner Zerschlagung im Untergrund ein globales Terrornetzwerk aufbauen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. März 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. März 2019, 13:03 Uhr

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17 Kommentare

24.03.2019 19:21 Lisa 17

@7 Atheist.....

Ich glaube das geht schneller, sonst wäre das ja mit dem Wiedereinreiseverbot nicht rausgekommen, das der Begriff irreführend ist.

24.03.2019 11:10 H.E. 16

Im Land der Ungläubigen sind diese Spezies doch schon längst.
Wieso gibt es wieder Anschläge in Deutschland/Europa, schlimmer als in Neuseeland. Aber da haben die muslimischen Frauen ihre Kopftücher nicht heruntergenommen aus Respekt und Sympathie gegenüber den Christen und in ihren Augen Ungläubigen.

24.03.2019 10:07 Bingo 15

Man kann nur hoffen das die IS-Terroristen die nun in Gefangenschaft kommen, nicht nach Europa speziell ins Asyl-Wunderland kommen ,um hier Asyl zu beantragen....PS: Hat Deutschland überhaupt Gefängnisse, für diese Art von Terroristen??

24.03.2019 06:52 Ludwig 14

In Syrien mag der IS besiegt sein, na und - da ziehen die Kämpfer halt woanders hin. In das Land der Ungläubigen.

23.03.2019 22:04 Bronko 13

So.

Heimreise angetreten.

Tschüss und danke für nichts!

23.03.2019 21:21 Schneemann - lieber "rechts" als käuflich 12

Das Kriegsziel in Syrien, die vom Wertewesten gewünschten Erdgaspipelines aus dem Nahen Osten nach Europa, wurde noch nicht erreicht. Deshalb wird auch der Terror weitergehen. Auf Neusprech moderate Rebellen und Weißhelme. Denn der gewählte syrische Präsident ist noch im Amt und das syrische Volk wird auch bei der nächsten Wahl wieder falsch wählen.

23.03.2019 20:42 Montana 11

Wie heisst es doch: Wer glaubt wird seelig.

23.03.2019 20:38 nasowasaberauch 10

Es naht die Stunde der Wahrheit für die Aussage von A. Merkel, dass alle Migranten wieder nach Hause wollen, wenn in ihrem Land Frieden ist. Sollte sie recht behalten, was eher unwahrscheinlich ist, werde ich am Bahnhof stehen einen Sack voll Teddys werfen und klatschen, eben Abschiedskultur.

23.03.2019 15:46 Gerd Müller 9

Die Heimat ruf, auf nach Hause und nicht mehr dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegen.
Jetzt können Sammelabschiebungen in der A380 erfolgen. In 2 Jahren gehört dann wieder Deutschland den Deutschen.
Irgendwann muss ein Schlussstrich gezogen werden, es reicht einfach, wie unser Geld verbraten wird.

23.03.2019 15:37 Fragender Rentner 8

Wir benötigen Fachkräfte in sehr vielen Bereichen.