Mittelmeer Erneut medizinischer Notfall auf Rettungsschiff vor Malta

Seit acht Tagen ist das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" vor Malta blockiert. Eine Schwangere wurde nun nach einem epileptischen Anfall an Land gebracht - für die übrigen 62 Flüchtlinge an Bord ist die Lage ungewiss.

An Bord des blockierten deutschen Rettungsschiffs "Alan Kurdi" hat es einen zweiten medizinischen Notfall gegeben. Wie die Hilfsorganisation Sea-Eye mitteilte, musste eine schwangere Nigerianerin nach einem epileptischen Anfall evakuiert werden. Malta habe in der Nacht zu Donnerstag ein Rettungsboot geschickt und die Frau abgeholt. Die maltesische Armee bestätigte die Angaben.

Erst am Dienstag war eine junge Frau wegen eines Kreislaufkollapses an Land gebracht worden.

Es kann nicht sein, dass hier ein Mensch nach dem anderen zusammenbrechen muss, um endlich von Bord zu dürfen.

Gorden Isler Sea-Eye-Vorsitzender

Die "Alan Kurdi" wartet mit den verbleibenden 62 Flüchtlingen und 17 Crewmitgliedern an Bord seit mehr als einer Woche darauf, in einen Hafen einfahren zu dürfen. Italien und Malta knüpfen eine solche Genehmigung an die Bedingung, dass die geretteten Flüchtlinge auf andere EU-Länder verteilt werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. April 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. April 2019, 11:05 Uhr