Auf Weltwirtschaftsgipfel Merkel: Klimaschutz könnte Frage des Überlebens sein

Kanzlerin Angela Merkel hat auf dem Weltwirtschaftsforum für mehr Klimaschutz geworben. Sie sagte, Klimaschutz bedeute Existenzsicherung. Zugleich warnte sie vor gesellschaftlichen Spannungen wegen der Klimadebatte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht bei einer Plenarsitzung während des  50. Weltwirtschaftsforums (WEF).
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem Weltwirtschaftsforum die Bedeutung des Klimaschutzes hervorgehoben. Sie sagte in Davos, Klimaschutz bedeute Existenzsicherung.

Merkel wirbt für Pariser Abkommen

Die Frage der Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens könnte eine Frage des Überlebens für den ganzen Kontinent sein. Die Zeit dränge und der Preis des Nichthandelns sei sehr viel höher als der Preis des Handelns.

Merkel sagte weiter, mit den derzeitigen Verpflichtungen der Staaten werde das Ziel nicht erreicht, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Merkel rief dazu auf, die Ungeduld der Jugend positiv und konstruktiv aufzunehmen. Die Jugend habe einen ganz anderen Lebenshorizont. „Deswegen sind wir zum Handeln aufgefordert".

Merkel besorgt über fehlenden Dialog

Merkel warnte wegen der Klimadebatte vor gesellschaftlichen Konflikten. Sie äußerte sich besorgt über die "Sprachlosigkeit" und "Unversöhnlichkeit" zwischen Menschen, die den Klimawandel leugneten und denjenigen, für die Klimaschutz höchste Dringlichkeit habe.

Sie rief dazu auf, diese Sprachlosigkeit zu überwinden. Auch zwischen kontroversesten Meinungen müsse ein Austausch stattfinden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Januar 2020 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2020, 20:14 Uhr

14 Kommentare

Klarheit vor 3 Wochen

Merkel ist eine ultra-Populistin die jetzt schon wieder das Land spaltet ,in "Klima-Leugner" und Enthusiasten (lächerlich) ...... es ist die /der schlechteste Kanzler/in die Deutschland je hatte !

nasowasaberauch vor 3 Wochen

Frau Merkel unterteilt in schwarz und weiß, in Klimaleugner und Klimaenthusiasten und vergißt dabei die Klimaskeptiker, die nicht leugnen aber die getroffenen Maßnahmen, insbesondere in Deutschland, skeptisch betrachten. Nationaler Aufwand und globaler Nutzen geraten hier aus dem Gleichgewicht und wir müssen aufpassen, dass wir wegen der Vorreiter-Ideologie die Rationalität nicht über Bord werfen.

jochen1 vor 3 Wochen

Kein normal denkender Mensch hört auf die Worthülsen solch einer fehlgeleiteten alten Frau. Es ist nicht mehr zu ertragen was diese Person in unserem Land anrichtet. Der Bürger muss doch einmal seinen Verstand einschalten und solche falschen "Heilsbringer" abwählen.