Angela Merkel (CDU) und Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien
Die Bundeskanzlerin und der britische Premierminister haben sich für eine internationale Reaktion nach den Angriffen auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien ausgesprochen. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Saudi-Arabien Merkel und Johnson fordern Reaktion nach Ölanlagen-Beschuss

Nach den Angriffen auf saudische Öl-Anlagen fordern Bundeskanzlerin Merkel und der britische Premier Johnson eine internationale Reaktion. Merkel will aber am Rüstungs-Exportstopp nach Saudi-Arabien festhalten.

Angela Merkel (CDU) und Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien
Die Bundeskanzlerin und der britische Premierminister haben sich für eine internationale Reaktion nach den Angriffen auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien ausgesprochen. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Nach den Angriffen auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien haben Bundeskanzlerin Merkel und der britische Premier Johnson eine internationale Reaktion verlangt. Die britische Regierung teilte mit, in einem Telefonat seien sich beide einig gewesen, in der Frage zusammenzuarbeiten. Eine weitere Eskalation in der Region müsse aber unbedingt vermieden werden.

Merkel: Rüstungsexporte an Saudi-Arabien weiter aussetzen

Zuvor hatte sich Merkel dafür ausgesprochen, den deutschen Rüstungs-Exportstopp nach Saudi-Arabien zu verlängern. Sie stellte sich damit gegen Forderungen aus der eigenen Partei. So hatte der CDU-Außenpolitiker Hardt vorgeschlagen, wieder Patrouillenboote zu liefern. Der Exportstopp war verhängt worden, nachdem Saudi-Arabien in den Jemen-Konflikt eingegriffen hat.

Saudi-Arabien führt eine Allianz arabischer Staaten an, die im Jemen gegen die vom Iran unterstützen Huthi-Rebellen kämpft. Diese hatten sich auch zu den jüngsten Anschlägen auf die Öl-Anlagen bekannt.

Saudi-Arabien lädt internationale Experten zu Ermittlung ein

Noch immer ist unklar, wer für die Angriffe auf die wichtigen saudischen Ölanlangen verantwortlich ist. Die USA und Saudi-Arabien sehen den Iran als Drahtzieher. US-Vizepräsident Mike Pence sagte, Außenminister Mike Pompeo werde nach Saudi-Arabien reisen, um mit der saudischen Führung die Reaktion auf die Angriffe zu besprechen. Saudi-Arabien will auch die UN und internationale Experten einladen, sich an den Ermittlungen zu beteiligen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. September 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2019, 19:39 Uhr

3 Kommentare

kennemich vor 3 Wochen

Über das Schaltjahr haben sie wohl nicht gesprochen?

ElBuffo vor 3 Wochen

Die beiden sind sich sogar einig, dass die Sonne im Ost auf- und im Westen untergeht. So what?

kennemich vor 3 Wochen

Ach da sind sie sich plötzlich wieder einig ???