Rettungsring mit dem Schriftzug «Alan Kurdi»
Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye ist mit dem Rettungsschiff "Alan Kurdi" vor der libyschen Küste im Einsatz. Bildrechte: Pavel D. Vitko/Sea Eye/dpa

Mittelmeer Rettungsschiffe dürfen in Italien anlegen

Die Seenotrettungsschiffe "Alan Kurdi" und "Ocean Viking" mit mehr als 120 Migranten dürfen italienische Häfen anlaufen. Mehrere EU-Staaten nehmen die Flüchtlinge auf. Unterdessen plant die Evangelische Kirche Deutschlands zusammen mit anderen Organisationen eine weitere Rettungsmission im Mittelmeer.

Rettungsring mit dem Schriftzug «Alan Kurdi»
Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye ist mit dem Rettungsschiff "Alan Kurdi" vor der libyschen Küste im Einsatz. Bildrechte: Pavel D. Vitko/Sea Eye/dpa

Die Rettungsschiffe "Alan Kurdi" und "Ocean Viking" mit insgesamt 121 Flüchtlingen an Bord dürfen Italien anlaufen. Mehrere Nachrichtenagenturen meldeten übereinstimmend, das Innenministerium in Rom habe den beiden Schiffen Messina und Pozzallo als Häfen zugewiesen.

Deutschland nimmt Teil der Flüchtlinge auf

Die Europäische Kommission hat demnach bereits das Verfahren zur Verteilung der Geretteten eingeleitet. Einige Länder, unter ihnen Frankreich und Deutschland, hätten sich zur Aufnahme bereit erklärt. Die beiden Schiffe hatten die Menschen bereits in der vergangenen Woche an Bord genommen. Zunächst weigerten sich aber sowohl Italien als auch Malta, die Schiffe anlegen zu lassen.

EKD plant Rettungsmission im Mittelmeer

Ein neues Bündnis aus Evangelischer Kirche, mehreren Kommunen, Vereinen und Initiativen will ein weiteres Schiff zur Seenotrettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer schicken. EKD-Ratschef Heinrich Bedford-Strohm, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) und Leoluca Orlando, Bürgermeister aus dem sizilianischen Palermo, stellten in Hamburg entsprechende Pläne vor.

EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm
EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm Bildrechte: imago images/epd

Das Bündnis will die Staaten in Europa in die Pflicht nehmen, das Sterben im Mittelmeer zu beenden.

EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm

Ziel des Bündnisses ist nach eigenen Angaben zudem, gegen die Kriminalisierung und für faire Asylverfahren einzutreten. Außerdem fordert der Zusammenschluss, dass Kommunen freiwillig Schutzsuchende aufnehmen können.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Dezember 2019 | 09:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Dezember 2019, 10:09 Uhr