Chephren-Pyramide wird von einem Sonnenstrahl getroffen.
Die Pyramiden von Gizeh gelten als Wahrzeichen Ägyptens. In der Nähe wurden Touristen bei einem Anschlag getötet. Bildrechte: dpa

Razzien Ägypten: 40 mutmaßliche Extremisten getötet

Einen Tag nach einem tödlichen Anschlag auf Touristen in Ägypten sind Sicherheitskräfte gegen mutmaßliche Dschihadisten vorgegangen. Laut Innenministerium wurden 40 mutmaßliche Terroristen bei Razzien getötet.

Chephren-Pyramide wird von einem Sonnenstrahl getroffen.
Die Pyramiden von Gizeh gelten als Wahrzeichen Ägyptens. In der Nähe wurden Touristen bei einem Anschlag getötet. Bildrechte: dpa

In Ägypten hat die Polizei 40 mutmaßliche Terroristen getötet. Wie das Innenministerium in Kairo mitteilte, wurden die Verdächtigen in drei Verstecken in der Provinz Gizeh und auf der Sinai-Halbinsel aufgespürt.

Die mutmaßlichen Dschihadisten hätten eine Serie von Anschlägen geplant. Ziele seien Touristen-Attraktionen, Kirchen und staatliche Institutionen sowie Sicherheitskräfte gewesen. Bei Razzien seien Waffen,Munition und Material zum Bombenbau gefunden worden.

Urlauber bei Anschlag getötet

Erst am Freitag hatte es in Ägypten einen Anschlag in der Nähe der Pyramiden von Gizeh gegeben. Ein Sprengsatz war am Straßenrand explodiert und hatte einen Bus mit Touristen getroffen.

Drei Urlauber aus Vietnam und der ägyptische Reiseführer kamen ums Leben. Elf weitere Vietnamesen und der ägyptische Busfahrer wurden verletzt. Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag und dem Vorgehen gegen die mutmaßlichen Terroristen gibt, ließ das Innenministerium offen.

Rückschlag für Tourismus

In der Vergangenheit hatte es in dem nordafrikanischen Land wiederholt tödliche Anschläge auf Urlauber gegeben. Zuletzt hatte im Juli 2017 ein Mann im Badeort Hurghada zwei Frauen aus Deutschland mit einem Messer getötet und vier weitere Menschen verletzt. Bei dem Täter soll es sich um einen Islamisten gehandelt haben.

Wegen der Angriffe wurden die Sicherheitsvorkehrungen an den Touristenorten in Ägypten verstärkt. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurden die Maßnahmen rund um die Pyramiden von Gizeh allerdings immer wieder als nicht ausreichend kritisiert.

Die südlich der Hauptstadt Kairo gelegenen Pyramiden von Gizeh gehören zu den "sieben Weltwundern" und zählen zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Ägyptens.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. Dezember 2018 | 10:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Dezember 2018, 11:45 Uhr