Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, M) spricht mit US-Präsident Donald Trump (r) während der Beratungen am Rande der offiziellen Tagesordnung. Emmanuel Macron (2.v.l), Präsident von Frankreich, Shinzo Abe (4.v.r), Ministerpräsident von Japan, und John Bolton, Nationaler Sicherheitsberater der USA, verfolgen das Gespräch.
Schon beim letzten Zusammentreffen beim G7-Treffen in Kanada war die Stimmung zwischen Merkel und Trump angespannt. Bildrechte: dpa

Nato-Gipfel Merkel wehrt sich gegen Trump-Kritik

Kanzlerin Merkel weist den Vorwurf Donald Trumps zurück, Deutschland sei "ein Gefangener Russlands". Die Bundesrepublik könne eigenständige Politik machen und eigenständige Entscheidungen treffen, so Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, M) spricht mit US-Präsident Donald Trump (r) während der Beratungen am Rande der offiziellen Tagesordnung. Emmanuel Macron (2.v.l), Präsident von Frankreich, Shinzo Abe (4.v.r), Ministerpräsident von Japan, und John Bolton, Nationaler Sicherheitsberater der USA, verfolgen das Gespräch.
Schon beim letzten Zusammentreffen beim G7-Treffen in Kanada war die Stimmung zwischen Merkel und Trump angespannt. Bildrechte: dpa

Bundekanzlerin Angela Merkel hat die Anschuldigungen von US-Präsident Donald Trump, abhängig von Russland zu sein, zurückgewiesen. Sie wolle aus gegebenem Anlass sagen, "dass wir unsere eigenständige Politik machen können" und "eigenständige Entscheidungen fällen können", sagte Merkel am Mittwoch bei ihrer Ankunft beim Nato-Gipfel in Brüssel.

Ich möchte hinzufügen, dass ich erlebt habe, auch selber, dass ein Teil Deutschlands von der Sowjetunion kontrolliert wurde.

Angela Merkel

Zuvor hatte Trump scharfe Kritik an der wirtschaftlichen Zusammenarbeit Deutschlands mit Russland im Energiebereich geübt. In einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte Trump, Deutschland sei total von Russland kontrolliert. In Bezug auf die Gaspipeline Nord Stream 2 bezeichnete er die Bundesrepublik als "Gefangenen Russlands".

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Juli 2018 | 13:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2018, 13:39 Uhr

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37 Kommentare

13.07.2018 12:56 Beobachter 37

Werner:
Da fällt mir der alte Spruch aus der Stalinzeit ein:
Als im Kreml nachts Licht brannte, sagten die Leute, unser Väterchen arbeitet die ganze Nacht für uns und für die Weltrevolution.

13.07.2018 10:59 Werner 36

@13.07.2018 08:23 Beobachter 35: Das ist die Folge unermüdlicher Arbeit. Für wen, bleibt offen. Herr Juncker hat als Chef der EU-Kommission offensichtlich mehrere Tage lang unermüdlich mit Trump verhandelt. Vermutlich ohne zu Schlafen. Ein paar Videos im Internet zeigen anschaulich, dass er durch seine harte Arbeit, körperlich noch viel mehr angeschlagen war. Nette Staatschefs haben ihm dabei zur Seite, und Voll hinter ihm gestanden. Wie zu erwarten, hat der Flegel Trump danach so getan, als würde er ihn nicht kennen. Trump hat seine gerechte Abreibung danach in London bekommen.

13.07.2018 08:23 Beobachter 35

Das Auftreten und Wirken von Frau Merkel war erschreckend- sie wirkte körperlich abgewrackt, kaum jemand nimmt sie ernst auf internationalem Parkett. Wie lange noch?

12.07.2018 17:08 Fragender Rentner 34

Ist doch alles nur reine Schauspielerei von den Politikern ! :-)

12.07.2018 14:47 Dorfbewohner 33

“Mediator an Dorfbewohner (17) 25

Entschuldigung, aber müssen sie aus Prinzip Kritik üben? Macht das Sinn?...”

Danke, hätte ich das so direkt, also in diesem genauen Zusammenhang der Nachricht entnehmen können, hätte ich nicht um Hilfe gebeten.

Danke

12.07.2018 09:04 Wieland der Schmied 32

@ 4;14 Karin > Ihre beiden Kommentare finde ich, so kurz und prägnant sie sind, so zutreffend und richtig. Nicht beirren lassen! In der Kürze liegt die Würze!

12.07.2018 07:02 pkeszler 31

"Dass Trump die europäische Einheit angreift, das richtet sich zutiefst gegen Amerikas Interessen."
Ja, besonders die Erdgas und die Öllieferungen Russlands an Deutschland. Da hat Trump eigene Interessen, denen sogar viele Abgeordnete der beiden Kammern in den USA widersprechen. Am liebsten würde er die ganze EU spalten, damit die USA wieder die Weltspitze bekommt.

11.07.2018 22:51 Wieland der Schmied 30

Die Redaktion hat dankenswerterweise nochmals des Bild vom G7-Gipgfel vorangestellt, denn das war offensichtlich der Kasus Knacksus des Beziehungsdramas Merkel-Trump , als sie mit seltenem Eifer und Elan ihm eine Gardinenpredigt hielt, die er wortlos hinnahm und ohne Gruß und Abschlußdokument den Reigen verließ. Daß sie ihn herausfordern wollte ist das eine, eine Vertreterin des deutschen Volkes im Stile einer Schaubudendarstellerin das andere.
Die Revanche kam beim NATO-Treffen und wird kein Ende nehmen, während der neue Botschafter bündelweise neue Pfeile gegen sie spitzt.
Vielleicht denkt sie schon an den bevorstehenden Urlaub im asylfreien Südtirol. Beruhigen wird allein der Gedanke nicht, daß bereits am Montag Trump bei Putin ist. Vermutlich wird dort etwas ausgeheckt, was uns allen das Blut in den Adern erstarren läßt. Es riecht nach Krieg, bloß welcher. Die Interessen der Russen in Syrien sollen mit Trump schon ausgehandelt sein.

11.07.2018 22:37 Mediator an Atheist (20) 29

Wieder ein denkwürdiger Kommentar von ihnen, der klar macht, dass sie zu einer sachlichen Diskussion absolut nichts beizutragen haben!

Sie setzen also die weitreichende und undemokratische Kontrolle der UDSSR Führung über die Politik der DDR, insbesondere die Stützung des SED Regimes mit Waffengewalt, mit dem Verhältnis der EU zu Deutschland gleich?

Die Bundeszentrale für politische Bildung hilft ihnen gerne ihre Wissensdefizite aufzuarbeiten.

Ansonsten kontrolliert Deutschland Russland genauso wie umgekehrt. Das ist immer so wenn man mit jemandem Handel betreibt. Im Gegensatz zu Russland kann Deutschland für Geld jeoch jederzeit aus anderen Quellen Gas beziehen. Dazu kommt, dass sich der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland immer mehr steigert. 36% des Strom-, und 13 % des Wärmeverbrauchs stammen bereits aus erneuerbaren Energien. Da ist noch Luft nach oben. So viel zu Abhängigkeiten.

11.07.2018 22:31 part 28

Das genaue Gegenteil ist der Fall oder seit wann dürfen US- Abgeordnete oder das US- Finazkapital darüber entscheiden mit wem die BRD Handelsbeziehungen eingeht oder außenpolitische Beziehungen pflegt? Wäre da noch die Bündnispartnerschaft in der NATO, die ebenfalls von einer unübersehbaren US- Dominanz geprägt ist und der BRD Mehrausgaben im Rüstungsbereich von 1,5 Milliarden Euro beschert, die sich ingesamt auf 38,52 Milliarden Euro bewegen. Die USA möchte nur allzugern ihr um ein Drittel teueres Fracking- Gas nicht nur in Polen verkaufen, dafür ist ihnen jedes populistische und erpresserische Mittel recht.

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