Kim Jong Un und Moon Jae In
Kim Jong Un und Moon Jae In nbeim treffen am 26. Mai. Bildrechte: dpa

Nord- und Südkorea Neues Treffen von Kim und Moon

Der Annäherungsprozess zwischen Nord- und Südkorea geht offenbar voran. Wie das Präsidialamt im südkoreanischen Seoul mitteilte, gab es ein erneutes Spitzentreffen zwischen den beiden Staatschefs Moon und Kim.

Kim Jong Un und Moon Jae In
Kim Jong Un und Moon Jae In nbeim treffen am 26. Mai. Bildrechte: dpa

Nach ihrem Gipfeltreffen im April haben sich der südkoreanische Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un am Samstag zum zweiten Mal getroffen. Das teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Das Treffen war von den Bemühungen geprägt, doch noch einen Gipfel zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump zustande zu bringen. Außerdem seien Möglichkeiten besprochen worden, ihre Vereinbarungen vom 27. April umzusetzen. Moon will am Sonntag über das Ergebnis der zweistündigen Beratungen informieren.

Über das Treffen war im Vorfeld nichts bekannt geworden. Die zwei Politiker hatten zwei Stunden lang im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone zwischen beiden Staaten beraten.

Kims Zusagen von April

Kim hatte beim ersten Gipfel mit Moon im April einen vollständigen Abbau seines Atomwaffenprogramms und ein Ende der Feindseligkeiten gegenüber Südkorea versprochen. Außerdem soll das seit dem Ende des Koreakrieges vor 65 Jahren gültige Waffenstillstandsabkommen noch in diesem Jahr durch einen Friedensvertrag ersetzt werden. Beide unterzeichneten damals eine weitgehende gemeinsame Erklärung, die eine "neue Ära des Friedens" einläuten soll.

Treffen mit Trump geplant

Trump, der den für 12. Juni geplanten Gipfel am Donnerstag abgesagt hatte, erklärte am Freitag, er halte das Treffen in Singapur doch noch für möglich. Auf Twitter schrieb der US-Präsident, es habe sehr produktive Gespräche mit Nordkorea darüber gegeben, sich doch zu treffen.

Wenn es so komme, werde er Kim wohl wahrscheinlich wie geplant am 12. Juni sehen. Falls erforderlich, werde das Treffen auch über diesen Tag hinaus ausgeweitet. Ein Vorbereitungsteam will am Sonntag laut Weißem Haus nach Singapur reisen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. Mai 2018 | 13:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Mai 2018, 22:13 Uhr

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7 Kommentare

27.05.2018 20:18 OHNEWORTE 7

Ich denke .... Trump sieht seine Faelle schwimmen..... Wo er Hand anlegt ,muessen Psychologen anschliessend analysieren ,was er ueberhaupt will....
Ich wuensche den beiden eine glueckliche und friedliche Hand,damit das koreanische Volk endlich wieder zueinander findet , ohne Bevormundung von Kriegstreibern.

27.05.2018 17:28 karstde 6

Was hat Trump gesagt? Amerika sei die mächtigste Militärmacht in der Welt. Das habe ich in Syrien gesehen wie sich die Micky Mouse Truppe militärisch bewährt. Bei solchen Worten kann der Russe nur noch lächeln und beruhigt seinen Wodka trinken.

27.05.2018 10:32 Fragender Rentner 5

Ist mir ein wenig viel Schauspielerei.

Ich traue dem Frieden dieser Leute nicht über den Weg.

Man weis doch noch wie der Westen den Osten in den 80er Jahren verschaukelt hat. :-(

26.05.2018 16:48 Fragender Rentner 4

Schön währe es nur bei dem Säbelrasseln von Trump wird es schwer werden.

26.05.2018 16:40 lummox 3

wenn der trump weiter so rumeiert wird ihn die hauseigene rüstungsindustrie bald fallen lassen. das wär' ein glück für die welt und alle atomwaffengegner.

26.05.2018 15:10 der Uwe 2

....besser ist es allemal, wenn sich erstmal BEIDE koreanische Staaten Schritt für Schritt annähern. Ich hoffe, sie verfolgen BEIDE das pol. Ziel der Wiedervereinigung, das setzt aber gegenseitiges Vertrauen voraus, - nach all den Jahren ist es auch logisch, dass dies nicht "über Nacht" geschieht.... Ich würde als Südkoreaner gar nicht so viel daran setzen, dass Nordkoreas Kim so einen Medienhype im eigenem Land bekommt. Sicherlich hat Südkoreas Präsident vorige Woche im weissen Haus ähnliches bei Trump angemahnt...?Abgesehen, dass die USA Schutzmacht in Südkorea ist, würde ich trotzdem die innerkorianischen Verhandlungen als " Privatsache" Betrachten.

26.05.2018 14:36 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch" 1

Sicherlich sind Nord- und Südkorea auch von ausländischen Kräften abhängig, jedoch sind sie offenbar in der Lage, auch ohne 'beisitzende ausländische Präsidenten' miteinander zu kommunizieren.

Man muß einfach mal abwarten, was dabei herauskommt, wenn der US-amerikanische Rocketman mit dem nordkoreanischen Rocketman zusammentrifft.

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