Das norwegische Schiff Ocean Viking, das als Rettungsschiff unterwegs ist.
Die "Ocean Viking" ist als Rettungsschiff u.a. für französische Hilfsorganisation "SOS Mediterranee" unterwegs. Bildrechte: Anthony Jean/SOS Mediterranee/dpa

Mittelmeer Lösung für Flüchtende auf Rettungsschiffsschiff "Ocean Viking"

Zwei Wochen hatte das Rettungsschiff "Ocean Viking" auf See ausgeharrt und auf eine Lösung gewartet. Nun steht fest, wer die Menschen an Bord aufnehmen will.

Das norwegische Schiff Ocean Viking, das als Rettungsschiff unterwegs ist.
Die "Ocean Viking" ist als Rettungsschiff u.a. für französische Hilfsorganisation "SOS Mediterranee" unterwegs. Bildrechte: Anthony Jean/SOS Mediterranee/dpa

Für das Rettungsschiff "Ocean Viking" mit 356 Migranten an Bord gibt es eine Lösung. Maltas Regierungschef Joseph Muscat twitterte am Freitag, Malta werde die Menschen erst einmal aufnehmen. Im Anschluss würden sie aber auf andere EU-Staaten verteilt, darunter Frankreich, Deutschland, Portugal und Rumänien.

Zu der jetzigen Lösung sei man nach Gesprächen mit der EU-Kommission, Deutschland und Frankreich gelangt, hieß es in einer Mitteilung der Regierung in Valletta. Die Migranten würden nun auf Militärschiffe umsteigen und dann an Land gebracht.

Flüchtlinge seit zwei Wochen an Bord

Am Freitagnachmittag befand sich das Schiff der französischen Hilfsorganisationen "SOS Mediterranee" und "Ärzte ohne Grenzen" zwischen der kleinen italienischen Insel Linosa und Malta. Es hatte die Menschen vor zwei Wochen vor der Küste Libyens gerettet. Zuletzt hatte die Besatzung Alarm geschlagen, dass die Essensvorräte zuende gingen.

Rettungsschiffe immer wieder blockiert

Immer wieder waren Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen teils wochenlang auf dem Meer blockiert. Die scheidende rechts-populistische Regierung in Italien und vor allem der rechtsgerichtete Innenminister Matteo Salvini hatte die Häfen des Landes weitgehend für die Schiffe geschlossen.

Zuletzt hatte sich Malta mehrmals bereiterklärt, Migranten zunächst aufzunehmen, bis sie dann alle auf andere Staaten verteilt sind.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. August 2019 | 13:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 13:57 Uhr

15 Kommentare

frank d vor 11 Wochen

Liebe MDR Redaktion: leider bin ich dazu gezwungen weil die von mir hauptamtlich honorierten rufen immer nur bei den NGOs an oder wie möchten Sie Bitte erläutern warum ich beim MDR nichts null niente von den Erkenntnissen der europäischen Kollegen hören sehen oder lesen durfte ? Die Worte unabhängig und neutral schlagen sie einfach mal in einem Lexika nach, bevor sie wieder mal Vokabeln Neu interpretieren, nach Schopenhauer sind doch Journalisten Handwerker der Sprache, da sollten sie bei den Wortbedeutungen präzise sein können.

winfried vor 11 Wochen

>>Siedelt doch (alle?) in Sachsen an<<
Keine schlechte Idee, wär a Gaudi so kurz vor der Wahl.

>>Schutzsuchende<< ???
Ich reibe dabei immer Daumen und Zeigefinger der gleichen Hand aneinander.

>>Schiffsbruechige/ Ertrinkende retten<<
Das ist nicht strittig, sondern das Verfahren danach.

kennemich vor 11 Wochen

Na mei, dass hat ja wieder mal lange gedauert bis man sich einig war, wo sie hinkommen sollen.

Dass da Großherzogtum welche aufnimmt finde ich gut, da ist es nicht soweit.