Papst Franziskus feiert die Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan.
Papst Franziskus während der Ostermesse auf dem Petersplatz in Rom. Bildrechte: dpa

Ostern Papst kritisiert Rüstungswettlauf und spendet Ostersegen

Bei der Ostermesse auf dem Petersplatz hat Papst Franziskus den weltweiten Rüstuingswettlauf kritisiert und ein Ende der Kriege an mehreren Orten der Erde gefordert. Anschließend spendete er den Segen "Urbi et orbi".

Papst Franziskus feiert die Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan.
Papst Franziskus während der Ostermesse auf dem Petersplatz in Rom. Bildrechte: dpa

Papst Franziskus hat mit Zehntausenden Gläubigen die Ostermesse auf dem Petersplatz gefeiert. In seiner Predigt forderte er die Verwantwortlichen der Nationen auf, sich "für die Beendigung des Rüstungswettlaufs und der besorgniserregenden Verbreitung der Waffen einzusetzen, vor allem in den wirtschaftlich fortgeschritteneren Ländern".

Kriegsende in Syrien und Ost-Ukraine gefordert

In seiner Osterbotschaft mahnte er ein Ende des Kriegs in Syrien an. Ziel müsse es sein, den Kriegsflüchtlingen eine "sichere Rückkehr" zu ermöglichen. Franziskus rief auch die Beteiligten an anderen Konflikten auf der Erde zum Dialog und zum Gewaltverzicht auf. Dabei nannte er Libyen, die Ost-Ukraine, das Bürgerkriegsland Südsudan, die von gewalttätigen Extremisten bedrohten Sahel-Staaten Burkina Faso, Mali, Niger, Nigeria und Kamerun, sowie die lateinamerikanischen Krisenstaaten Venezuela und Nicaragua.

Anschließend spendet er von der Loggia des Petersdoms aus den apostolischen Segen "Urbi et Orbi". Er gilt als Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten.

Papst warnt vor Pessimismus

Zuvor hatte das katholische Kirchenoberhaupt die Gläubigen ermuntert, sich nicht in Unzufriedenheit und Pessimismus zu verlieren. In der Osternacht sagte der bei der traditionellen Liturgie im Petersdom, zwar gingen die Probleme nie aus. Ostern gebe aber Anlass zur Hoffnung.

Oft scheine es, als würden unternommene Schritte nie ihr Ziel erreichen, sagte der 82-Jährige: "Man könnte auf den Gedanken kommen, dass die Enttäuschung aller Hoffnung das dunkle Gesetz des Lebens sei." Doch es sei das Misstrauen, das der Hoffnung im Wege stehe. Die Geschichte von Jesus mache klar, dass der Übergang von der Trostlosigkeit zur Tröstung, von der Angst zum Vertrauen möglich sei.

Ostern zentrales Fest der Christen

Ostern feiern die Christen die Auferstehung Jesu Christi. Der biblischen Überlieferung nach wurde Jesus am Karfreitag gekreuzigt und ist am Ostersonntag von den Toten auferstanden. Für viele Christen ist Ostern das wichtigste Fest ihrer Religion. Jedes Jahr kommen Hunderttausende Menschen über die Feiertage nach Rom.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. April 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. April 2019, 13:02 Uhr