Eine Rakete aus dem taktischen Abwehrsystem Iskander M beim Start.
Raketentest in Russland (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Militär Russland und Nordkorea testen Raketen

Eine Rakete aus dem taktischen Abwehrsystem Iskander M beim Start.
Raketentest in Russland (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Russland hat im Nordpolarmeer und in der Barentssee den Einsatz von Raketen getestet. Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Sonnabend, die Raketen seien von zwei U-Booten abgefeuert worden und hätten ihre Ziele auf Übungsplätzen im Oblast Archangelsk und auf der Halbinsel Kamtschatka erfolgreich getroffen.

Zusammenhang mit US-Tests?

Nach dem Aus des INF-Abrüstungsvertrags Anfang des Monats hatten die USA in Kalifornien einen Marschflugkörper abgefeuert. Russlands Präsident Wladimir Putin kündigte daraufhin eine "deckungsgleichen Antwort" an. Ob der Raketentest im Polarmeer damit zusammenhängt, war zunächst unklar. Laut Ministerium handelt sich bei den abgefeuerten Raketen um Typen, die bereits seit vielen Jahren getestet werden.

Auch Nordkorea testet Raketen

Passanten verfolgen in einem Bahnhof eine Nachrichtensendung, die über einen Raketentest von Nordkorea berichtet.
Das südkoreanische Fernsehen berichtet über einen weiteren Raketentest in Nordkorea Bildrechte: dpa

Auch Nordkorea hat offenbar seine Raketentests fortgesetzt. Sowohl das südkoreanische Militär als auch das japanische Verteidigungsministerium berichteten über einen Test von Kurzstreckenwaffen. Nach Angaben aus Seoul flogen die Raketen rund 380 Kilometer weit und hatten eine Höhe von 97 Kilometern sowie sechsfache Schallgeschwindigkeit erreicht, bevor sie vor der Ostküste Nordkoreas im Meer landeten. Das Präsidialamt in Südkorea berief ein Treffen des Nationalen Sicherheitsrats ein. Japans Verteidigungsminister Takeshi Iwaya sagte, unabhängig von Größe und Reichweite könne darüber nicht hinweggesehen werden.

Trump reagiert gelassen

US-Präsident Trump reagierte hingegen gelassen. Über Machthaber Kim Yong Un sagte Trump, er testet eben gern Raketen. Das Verhältnis zu Nordkorea sei "wirklich gut". Im Gegensatz dazu hatte die Führung in Pjöngjang am Freitag gelobt, die "größte 'Bedrohung' für die USA zu bleiben".

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. August 2019 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2019, 06:40 Uhr