Stockholm Lkw-Attentäter gesteht Terrorangriff

Bei dem Lkw-Attentat in Stockholm sind vor bald einem Jahr fünf Menschen getötet worden. Jetzt hat der Prozess begonnen. Angeklagt ist ein Usbeke, der als Asylbewerber nach Schweden kam und dann zum IS-Attentäter wurde.

In der schwedischen Hauptstadt hat der Prozess um das Lkw-Attentat in der Stockholmer Innenstadt vor einem Jahr begonnen. Angeklagt ist ein 39-Jähriger aus Usbekistan namens Rachmat Akilow. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Terrorismus vor. Er habe Angst und Schrecken verbreiten wollen. Bei dem Attentat waren fünf Menschen getötet und 15 verletzt worden.

Der angeklagte Dschihadist bekannte sich schuldig. Sein Anwalt sagte am Dienstag zum Prozessauftakt, sein Mandant habe die Tat, wie von der Staatsanwaltschaft geschildert, begangen. Er habe im April 2017 einen gestohlenen Lastwagen in eine Menschenmenge gelenkt. Mit der Tat sollte Schweden dazu gezwungen werden, den Kampf gegen den "Islamischen Staat" aufzugeben.

Der Mann hatte schon zuvor ein Geständnis abgelegt. Dabei bezeichnete er sich als Anhänger der IS-Terrormiliz. Er war 2014 nach Schweden gekommen. Nachdem sein Asylantrag abgelehnt wurde, tauchte er ab. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft. Das Urteil wird für Juni erwartet.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. Februar 2018 | 06:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2018, 11:11 Uhr