Michael Cohen verlässt das Bundesgericht.
Soll für drei Jahre ins Gefängnis: Michael Cohen Bildrechte: dpa

USA Trumps Ex-Anwalt muss ins Gefängnis

Jahrelang galt Michael Cohen als Vertrauter von US-Präsident Trump. Inzwischen ist das Tischtuch zwischen beiden zerschnitten. Cohen ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Im Prozess belastete er Trump schwer.

Michael Cohen verlässt das Bundesgericht.
Soll für drei Jahre ins Gefängnis: Michael Cohen Bildrechte: dpa

Michael Cohen, der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden.  Ein New Yorker Gericht verurteilte ihn wegen illegaler Wahlkampffinanzierung, Steuerbetrugs und wissentlicher Falschaussagen im US-Kongress.

Cohen räumte Lügen und Schweigegeldzahlung ein

Cohen hatte im Prozess zugegeben, die Abgeordneten über ein Bauprojekt in Moskau belogen zu haben, das noch weit in den  Wahlkampf 2016 hinein verfolgt wurde. Außerdem räumte er ein, im Wahlkampf Schweigegeld an die Ex-Porno-Darstellerin Stormy Daniels und das frühere "Playboy"-Model Karen McDougal gezahlt zu haben. Beide Frauen geben an, Affären mit Trump gehabt zu haben.  Das Gericht wertete die Zahlungen als Verstoß gegen die Regelungen zur Wahlkampffinanzierung, also als illegale Wahlkampfspenden an Trump.

Auswirkung für Trump noch unklar

Cohen war über ein Jahrzehnt einer der engsten Vertrauten Trumps. Er gab an, es sei seine Aufgabe gewesen, Trumps "schmutzige Taten" zu vertuschen. Welche Folgen die Verurteilung für den US-Präsidenten haben, ist unklar. Dieser hatte seinem früheren Anwalt vorgeworfen, Geschichten zu erfinden, um bei der Staatsanwaltschaft "einen Deal rauszuholen".

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Dezember 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Dezember 2018, 19:27 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.