Geschenk zum Mauerfall-Jubiläum Trump soll tonnenschweres Stück Berliner Mauer bekommen

Pünktlich zum Mauerfall-Jubiläum soll US-Präsident Trump ein 2,7 Tonnen schweres Stück der Berliner Mauer erhalten. Die Organisatoren der Aktion wollen Trump damit an die Bedeutung von Freiheit erinnern und zur Überwindung von Mauern auffordern.

Die Berliner Mauer
Ein Original-Segment der Berliner Mauer ist auf dem Weg nach Washington. Bildrechte: imago/ZUMA Press

US-Präsident Donald Trump soll am 9. November ein 2,7 Tonnen schweres Stück der Berliner Mauer erhalten. Organisiert wurde die Aktion von der Initiative Offene Gesellschaft. Sie erklärte, auf dem Mauerstück befinde sich ein Brieftext von Berlinerinnen und Berlinern an Trump, der an die Bedeutung der Freiheit erinnere und zur Überwindung von Mauern auffordere. Es sei eines der letzten Originalsegmente der Mauer.

Übergabe vor dem Weißen Haus geplant

Der Geschäftsführer der Initiative Offene Gesellschaft, Philip Husemann, sagte, die gewichtige Post sei bereits seit Oktober auf dem Weg nach Washington und solle am 30. Jahrestag des Mauerfalls vor dem Weißen Haus an Trump übergeben werden.

Die Nachricht auf dem Mauersegment gehe auf die bedeutende Rolle der USA beim Fall der Berliner Mauer ein, hieß es: US-Präsidenten von John F. Kennedy über Ronald Reagan bis zu George Bush senior hätten sich gegen den Bau und für die Überwindung der Berliner Mauer und für eine Welt ohne Mauern eingesetzt. Für den amtierenden Präsidenten sei dies ein Wink mit dem Mauerstück, keine neuen Mauern in der Welt zu errichten.

Im Original heißt es in dem "Mauerbrief" unter anderem: "Wir möchten Ihnen eines der letzten Teilstücke der gescheiterten Berliner Mauer schenken, um daran zu erinnern, wie sehr sich die USA dafür eingesetzt haben, eine Welt ohne Mauern zu schaffen."

Trump will Mauer zu Mexiko

Trump fordert seit Jahren den Bau einer Mauer an der US-Grenze zu Mexiko. Er will damit nach eigenen Angaben illegale Einwanderung und Drogenschmuggel verhindern. Das Verteidigungsministerium hatte im März eine Milliarde US-Dollar für Baumaßnahmen in einem Abschnitt in Texas freigegeben, im Mai bewilligte es die Gelder für ein rund 125 Kilometer langes Teilstück der Grenzanlage in Arizona und Texas.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. November 2019 | 16:45 Uhr

12 Kommentare

aus Elbflorenz vor 50 Wochen

...derartige Organisationen bekommen ihr Geld oft aus anderen Quellen...natürlich mit Aussicht auf Gewinn (durch die wirtschaftlichen Folgen der Masenmigration) bei den Geldgebern.

Die "Wall" hat auch mit der DDR-Mauer nichts zu tun, sondern ist ein Nachbau vom Limes, vom Danewerk , von der Großen Mauer oder der Mauer um die Repbublik Tlaxcala in Mexiko. Interessant ist ja, dass Pelosi in einer "gated community" leben soll, also selber hinter schützenden Mauern oder Zäunen. Der amerikansichen Bevölkerung gönnt sie diesen Schutz aber nicht.

Matthias66 vor 50 Wochen

Es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied dieser Mauern und das vergessen diese Aktivisten von denen die meisten diesen Antifaschistischen Schutzwall nur von Bildern kennen .. die eine Mauer sollte das eigne Volk einsperren, Trumps Mauer vor illegaler Migration schützen da kommt es nicht vor, das ein ausgewiesener Krimineller ,erneut einen asylantrag stellt .

MDR-Team vor 50 Wochen

Lieber real_silver,
die "Initiative Offene Gesellschaft" ist verantwortlich für diese Aktion. Das ist eine Organisation, die sich durch Spendengelder finanziert und nicht durch Steuern.
Genaueres Erfahren Sie auf der Website der Organisation.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr MDR.de-Team