Proteste in den USA Trump droht mit Militäreinsatz

Seit Tagen erschüttern Proteste die USA. US-Präsident Trump ruft die Gouverneure in den Bundesstaaten zu einem härteren Durchgreifen gegen Unruhestifter auf. Nun sagt er Randalierern den Kampf an – und droht mit dem Einsatz der US-Streitkräfte.

US-Präsident Donald Trump
Donald Trump will sein Militär gegen gewaltbereite Protestanten einsetzen. Bildrechte: dpa

US-Präsident Donald Trump will die Unruhen in den USA notfalls mit militärischer Gewalt stoppen. In einer Rede im Rosengarten des Weißen Hauses kündigte Trump die Mobilisierung aller verfügbaren zivilen und militärischen Kräfte seiner Regierung an, um "Unruhen und die Gesetzlosigkeit" zu beenden. Er sei Verbündeter der friedlichen Demonstranten.

Gewaltsames Vorgehen gegen Protestanten vor Weißem Haus

Während Trumps Auftritt im Rosengarten drängten Sicherheitskräfte Demonstranten vor dem Weißen Haus unter anderem mit Tränengas gewaltsam zurück, wie ein dpa-Reporter berichtete. Auch Militärpolizei wurde gegen Demonstranten eingesetzt. Geschäfte, Restaurants und Hotels in der Umgebung hatten ihre Schaufenster verbarrikadiert.

Nicht nur in Washington, auch in anderen Metropolen wie New York, Los Angeles, Atlanta, Philadelphia, Dallas, Oakland und Louisville dauerten die Proteste am Montagabend an. Trump hat demokratische Gouverneure und Bürgermeister mehrfach aufgefordert, härter gegen Randalierer durchzugreifen, und ihnen Schwäche vorgeworfen.

Ausgangssperren in mehr als 40 Städten

Seit Tagen kommt es in Washington, New York und anderen US-Metropolen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser der Proteste war der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota.

In vielen US-Metropolen sind die Demonstrationen in Ausschreitungen und Plünderungen ausgeartet. Mehr als 40 Städte haben nächtliche Ausgangssperren verhängt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. Juni 2020 | 06:00 Uhr