Ukraine-Affäre Vertuschungsvorwürfe gegen Trump-Team

In der Ukraine-Affäre werfen die US-Demokraten Präsident Trump und dem Weißen Haus vor, brisante Informationen zu vertuschen. Sie berufen sich dabei auf die Beschwerde eines anonymen Geheimdienstmitarbeiters.

Donald Trump, Präsident der USA, hält seinen Daumen hoch, als er nach der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Rückflug am John F. Kennedy Airpor ankommt.
Trump am John F. Kennedy Airport in New York: "Noch eine Hexenjagd!" Bildrechte: dpa

In der Ukraine-Affäre um US-Präsident Donald Trump werfen die oppositionellen Demokraten dem Weißen Haus vor, brisante Informationen zu vertuschen. Sie berufen sich dabei auf die Beschwerde eines anonymen Geheimdienstmitarbeiters, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Beschwerde an Kontrollgremium

Der Whistleblower hatte in einer Beschwerde an ein Kontrollgremium der US-Geheimdienste erklärt, mehrere führende Regierungsmitarbeiter hätten sich intensiv bemüht, nach einem strittigen Telefonat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Ende Juli einen Zugriff auf die Wortlautfassung des Gespräches zu verhindern.

Der anonyme Informant behauptet weiter, im Rahmen seiner Arbeit habe er Informationen mehrerer Regierungsmitarbeiter erhalten, dass der US-Präsident "die Macht seines Amtes nutzt", um die Einmischung eines anderen Landes in die US-Wahlen 2020 zu erreichen. In der Regierungszentrale habe es tiefe Besorgnis über das Telefonat und über einen möglichen Amtsmissbrauch des Präsidenten gegeben, erklärte der Whistleblower.

"Vertuschung" oder "Hexenjagd"?

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, warf dem Weißen Haus explizit "Vertuschung" vor. Die Regierungszentrale habe "Informationen politischer Natur zu verbergen versucht".

Trump sprach erneut von einer "Hexenjagd". "Was die Demokraten diesem Land antun, ist eine Schande", sagte er auf seiner Rückreise von den Vereinten Nationen in New York zum Weißen Haus in Washington. "Es sollte einen Weg geben, das zu stoppen, vielleicht juristisch durch die Gerichte." Zuvor hatte der Präsident auf Twitter die Glaubwürdigkeit der Beschwerde des Whistleblowers angezweifelt. "Ein Whistleblower mit Informationen aus zweiter Hand?", schrieb er und fügte hinzu: "Noch eine Hexenjagd!"

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 26. September 2019 | 21:45 Uhr

2 Kommentare

Wachtmeister Dimpfelmoser vor 35 Wochen

He, wie sind Sie denn drauf? Das ist doch völlig egal. Reicht es Ihnen nicht, dass es gegen Trump geht? Oder sind Sie etwa gegen den Frieden?

ralf meier vor 35 Wochen

Jetzt wüßte ich gerne noch, worum es in der Sache geht .