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US-Präsident Trump reagierte wütend auf einen Bericht der "New York Times". Bildrechte: imago/ZUMA Press

Nach Zeitungsbericht Trump beschimpft Ex-FBI-Führung als "Abschaum"

Wütend hat US-Präsident Trump auf einen "New York Times"-Bericht reagiert und Ex-FBI-Verantwortliche attackiert. Er sprach von "Abschaum". Laut der Zeitung hatte das FBI ermittelt, ob Trump für Moskau gearbeitet habe.

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US-Präsident Trump reagierte wütend auf einen Bericht der "New York Times". Bildrechte: imago/ZUMA Press

US-Präsident Donald Trump hat auf Twitter gegen das FBI ausgeteilt. Er beschimpfte Ex-FBI-Chef James Comey als "Abschaum" und "verschlagenen Polizisten". Er bezeichnete zudem die ehemalige Führungsriege der US-Bundespolizei als "korrupt".

Trump reagierte mit der wütenden Tirade auf einen Artikel in der "New York Times". Die Zeitung hatte am Samstag von Ermittlungen des FBI gegen Trump im Jahr 2017 berichtet. Darin sei es darum gegangen, ob Trump bewusst oder unbewusst für Russland arbeite und ob er eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstelle, hieß es in dem Bericht.

Trump bezeichnet FBI-Ermittlungen als "grundlos"

Gebäude der ''New York Times'', davor Taxis und andere Autos auf der Straße.
Die "New York Times" berichtet von FBI-Ermittlungen gegen Trump. Bildrechte: imago/Rüdiger Wölk

Diese Ermittlungen seien "grundlos und ohne Beweise" geschehen, schrieb Trump auf Twitter. Außerdem seien die damaligen FBI-Spitzenleute mittlerweile alle entlassen worden oder hätten die Behörde "aus sehr schlechten Gründen" verlassen müssen.

Trump hatte Comey 2017 entlassen. Das FBI sei damals wegen der "armseligen" Führung durch Comey "in völligem Aufruhr" gewesen, schrieb der US-Präsident weiter. "Meine Entlassung von James Comey war ein großer Tag für Amerika."

Wie gehen die Ermittlungen weiter?

Die "New York Times" berief sich in ihrem Artikel auf Äußerungen ehemaliger Mitarbeiter des FBI. Sie machte allerdings keine Angaben zu möglichen Ergebnissen der Ermittlungen. Die Untersuchung habe das FBI später an Sonderermittler Robert Mueller übergeben, der den russischen Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 prüft. Diese Untersuchung dauert an.

Trump hat immer wieder jegliche Zusammenarbeit mit Russland im Präsidentschaftswahlkampfes 2016 bestritten. Die Untersuchung von Sonderermittler Mueller zu dieser Frage bezeichnete er wiederholt als "Hexenjagd". Im Zuge von Muellers Ermittlungen wurden allerdings mehrere Gerichtsverfahren eingeleitet und frühere Trump-Mitarbeiter verurteilt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Januar 2019 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2019, 20:50 Uhr

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5 Kommentare

14.01.2019 09:37 Meckersack 5

Man kann von Trump halten was man will, nur eins ist sicher, jemand der absolut nix zu verbergen hat, verhält sich nicht so! Da fällt mir immer wieder das gemeinsame Interview von Trump und Putin ein, wo er, für ihn sehr untypisch, kleinlaut dem Zaren nach dem Mund redet. Auf Kritik für dieses Interview reagiert er zu Hause mit Sprüchen wie: "Niemand hat die Russen jeweils härter behandelt wie ich". Wenn das mal keine Schutzbehauptung war! Jeder der sich gedanklich noch nicht zu sehr in einen Anti- Eliten- Wahn verrannt hat, der von Trump sowieso nur ein Bluff ist, muss sich eingestehen, dass an der Trump- Kreml Beziehung irgendwas gewaltig stinkt. Ich denke mal der Mueller wird die Katze bald aus dem Sack lassen. Die Schlinge zieht sich immer weiter zu, Trump hat schon 17 neue Anwälte angestellt für die Abwehr, wird spannend!

13.01.2019 12:37 Jakob 4

Traurig, so TRAURIG, was im Kopf des US-Präsidenten vor sich geht.

13.01.2019 09:43 Sachse43 3

Wenn der eigene Geheimdienst gegen den Präsidenten ermittelt, kann man schon mal als Präsident die Fassung verlieren. Gegen Merkel ermittelt ja nicht einmal der Generalstaatsanwalt trotz offensichtlichem Eidbruch.

13.01.2019 09:29 böse-zunge 2

Den, englischsprachigen, Onlinezeitungen zufolge laufen/ liefen die Erittlungen zur Zusammenarbeit in zwei Richtungen - 'willentlich' und 'unwillentlich'.
Wobei letzteres das naheliegenste sein dürfte.
Würde ein vom KGB geschulter Präsident das Risiko des Nachweises einer direkten, abgesprochenen Kollaboration eingehen?
Für Wladimir Wladimirowitsch dürfte der derzeitige POTUS genau das sein was er eben ist:
Der in dieser Position für seine Gegner das größte Problem bildende, der für ihn nützlichste Idiot der im Präsidentschaftswahlkampf verfügbar war.
Und darum jede Mühe wert.
Sein Gewinn, da alle durch 'seinen' Kandidaten von wichtigerem Tun abgelenkt sind.
Und wird sich dies der Betroffene selbst eingestehen können? Schwierige Übung..

12.01.2019 23:56 Karsten Laurisch 1

Diese Meldung, in der Art und Weise, wird meine Meinung bestimmt nicht verbessern.
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/trump-wuetet-gegen-fbi-100.html