US-Soldaten in Afghanistan sichern einen Stützpunkt
US-Soldaten in Afghanistan sichern einen Stützpunkt. In dem Land sollen zwar noch Soldaten bleiben, rund 7.000 Soldaten aber sollen gehen nach Hause. Bildrechte: dpa

Nach Abzug aus Syrien Trump will Truppenstärke offenbar auch in Afghanistan verringern

Auch aus Afghanistan sollen offenbar US-Soldaten abgezogen werden. Wie mehrere US-Medien und Nachrichtenagenturen berichten, plant Trump von 14.000 US-Soldaten die Hälfte abzuziehen. Zuvor hatte er einen kompletten Abzug aus Syrien angekündigt.

US-Soldaten in Afghanistan sichern einen Stützpunkt
US-Soldaten in Afghanistan sichern einen Stützpunkt. In dem Land sollen zwar noch Soldaten bleiben, rund 7.000 Soldaten aber sollen gehen nach Hause. Bildrechte: dpa

Neben der Ankündigung des Truppenabzugs aus Syrien plant die US-Regierung offenbar auch die eigene Truppenstärke in Afghanistan deutlich zu reduzieren. Das "Wall Street Journal" und mehrere Nachrichtenagenturen melden dies unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungsbeamte.

Demnach soll etwa die Hälfte der 14.000 US-Soldaten in Afghanistan abgezogen werden. US-Präsident Donald Trump habe das Verteidigungsministerium bereits angewiesen, den Truppenabzug einzuleiten. Das Pentagon selbst äußerte sich bislang nicht dazu. Kurz vor den ersten Berichten über einen möglichen Abzug hatte Verteidigungsminister James Mattis seinen Rückzug für Ende Februar 2019 abgekündigt.

Trump plante schon länger einen teilweisen Abzug

Der US-Präsident hat schon seit langem vor, US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen, hatte sich jedoch von Mattis davon überzeugen lassen, die Zahl der Soldaten dort zunächst noch aufzustocken. Den Berichten zufolge schlägt Trump nun wieder seinen ursprünglichen Kurs ein.

Kompletter Abzug aus Syrien stieß auf Kritik

Erst am Mittwoch hatte Trump angekündigt, alle 2.000 US-Soldaten aus dem Bürgerkriegsland Syrien abzuziehen. Er begründete dies damit, dass die IS-Terrormiliz besiegt sei.

Trumps Entscheidung löste im In- und Ausland Kritik aus. Nach Darstellung mehrerer US-Medien hatte Trump den Abzug aus Syrien gegen den ausdrücklichen Rat von Mattis wie auch von Außenminister Mike Pompeo und Sicherheitsberater John Bolton beschlossen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Dezember 2018 | 02:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Dezember 2018, 07:23 Uhr

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25 Kommentare

22.12.2018 21:52 Bronko 25

Der erste nach den Russen, die 20 Jahre Afghanistan belagert hatten, hat mal Hirn. Es hat KEINEN SINN, denen was zu bringen, geschweige denn, da Ruhe zu fordern. Das hat der aufmerksame Geschichtsinteressierte anhand der Russenoffensive damals geich gewusst, das sowas nicht klappt. Natürlich kommt jetzt der unwissende Jakob, der Peter und und und um die Ecke, war klar. Fakt ist Fakt, Genossen. HIER und NICHT am Hindukusch wird die Freiheit verteidigt!

22.12.2018 16:23 Fragender Rentner 24

@Peter zu 22

Du beziehst wohl deine Vermutungen auf die Berichte von dem suspendierten Spiegeljournalisten?

Der hatte ja ständig Auszeichungen für seine so "ehrlichen Berichte" bekommen.

Gegen ihn wollen auch die USA vorgehen, wegen so verschiedener Berichte, steht auch hier beim MDR auf einer Seite.

22.12.2018 16:18 Fragender Rentner 23

@Peter zu 22

Du meinst wohl, dass die Russen jetzt nach Afghanistan hineingehen? :-)))

21.12.2018 20:17 Peter 22

@21 Jakob: Die einsamen Entscheidungen des Herrn Trump mögen durchaus mit seinen geschäftlichen Beziehungen zu Russland in Beziehung stehen.
Die Vermutung, Trump wäre von dieser Seite erpressbar, ist nicht widerlegt.

21.12.2018 19:25 Jakob 21

Steckt da ein netter Deal zwischen Trump und den Saudis dahinter? Immer schön Trumo first? Weil ansonsten ist die überstürzte Abzugsentscheidung ganz schön doof, oder?

21.12.2018 19:20 part 20

Die Hoheit über dieses Land wird doch schon längst mittels Drohen und Privatarmeen ausgeübt, da braucht es keine offizielen Truppen mehr in diesem Land, die vielleicht bald woanders gebracht werden, wenn die Ukraine weiterhin so durchgefüttert wird.

21.12.2018 18:50 Dieter 19

Trump zieht aus Syrien ab und hat noch keinen Krieg angefangen. Sollte Obama ihm nicht seinen Friedensnobelpreis übergeben?

21.12.2018 17:26 Frido_Freimann 18

Ich finde es viel sinnvoller und dringend nötiger, dass unsere Freiheit hier in Deutschland verteidigt wird und nicht am Hindukusch, denn das geht uns nix an ! Die Einheimischen, welche dort das Sagen hätten, sind schliesslich auch alle über 18.

21.12.2018 15:44 Horst 1 17

warum greifen so viele Herrn Trump an?Er ist der einzige Präsident der USA der noch keinen Krieg angefangen hat! Man soll doch froh sein,wenn er Truppen abzieht und unsere "Flüchtlinge" zurück in ihr Land gehen können, da ja dort kein Krieg mehr herrscht! Da können sie endlich mithelfen,das Land wieder aufzubauen!

21.12.2018 15:13 Fragender Rentner 16

Wieso hat die deutsche Regierung angst um ihre Truppen in Afghanistan wie es bei t-online steht?

Werden die etwa von den US-Truppen dort beschützt?