US-Truppen mit gepanzerten Fahrzeugen gehen in Stellung in den Außenbezirken der Stadt Manbij.
Auf diesem Foto, aufgenommen im März 2017, sind US-Truppen mit gepanzerten Fahrzeugen im syrischen Manbij zu sehen. Bildrechte: dpa

Nach Trumps Ankündigung USA beginnen mit Abzug aus Syrien

Unter heftiger Kritik hatte US-Präsident Donald Trump den Rückzug der US-Truppen aus Syrien vor knapp einem Monat angekündigt. Selbst seine engsten Vertrauten hatten die Entscheidung kritisiert. Sein Verteidigungsminister trat zurück. Nun sagte ein Sprecher, der Abzug habe begonnen.

US-Truppen mit gepanzerten Fahrzeugen gehen in Stellung in den Außenbezirken der Stadt Manbij.
Auf diesem Foto, aufgenommen im März 2017, sind US-Truppen mit gepanzerten Fahrzeugen im syrischen Manbij zu sehen. Bildrechte: dpa

Die USA haben den Beginn ihres Truppenrückzugs aus Syrien bekanntgebeben. Ein Sprecher der US-Armee sagte am Freitag, der Abzug habe wie angekündigt begonnen. Details zum Zeitrahmen, zu konkreten Orten oder Truppenbewegungen nannte er nicht.

US-Präsident Trump hatte Mitte Dezember den Rückzug der US-Soldaten aus dem Bürgerkriegsland binnen 30 Tagen angekündigt. Die radikal-islamische IS-Miliz sei geschlagen, sagte Trump zur Begründung. Seine Entscheidung stieß auf Kritik, auch in den Reihen der US-Regierung. Verteidigungsminister James Mattis hatte unter anderem deshalb seinen Rücktritt eingereicht. Der Abzug wird einige Monate dauern, erwarten Experten.

US-Abzug aus Syrien in der Kritik

Der Rückzugsbeginn zum jetzigen Zeitpunkt kommt überraschend. Erst am vergangenen Sonntag hatte der Nationale Sicherheitsberater der USA, John R. Bolton, während eines Besuchs in Israel nicht ausgeschlossen, dass die US-Truppen noch "Monate oder sogar Jahre" in Syrien verbleiben könnten. Als Voraussetzungen für einen Abzug hatte Bolton unter anderem verlangt, dass die Türkei keine mit den USA verbündeten kurdischen Kämpfer angreifen.

Die USA haben in Syrien rund 2.000 Soldaten stationiert, darunter vor allem Ausbilder und Helfer für die syrischen Oppositionstruppen. Ihr Abzug, so befürchtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, könnte dazu führen, dass sich die Terrormiliz IS wieder sammelt. Israel kritisiert zudem, dass danach Syrien von Iran und Russland kontrolliert werde.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Januar 2019 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2019, 16:16 Uhr

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12 Kommentare

13.01.2019 04:52 INFO 12

Reinhard Mey - ALLE SOLDATEN WOLL´N NACH HAUS - YouTube

12.01.2019 13:18 CDU Wählerin 11

ob Syrien jemals wieder eigenes Land von den fremden Besatzern zurück bekommt ist für Frieden entscheidend.

12.01.2019 10:57 Fragender Rentner 10

Die Soldaten werden sich bestimmt freuen und wer noch?

11.01.2019 23:21 Wolle1 9

@4 Blumenfreund ".... bevor sich die demokratisch....." diesen Satz sollten sie mal ueberdenken. Es gab Religionskriege en gros, Eroberungsfeldzuege und Schlachten zu Hauf, da gabs weder Kapitalismus noch Demokratie. Der Mensch ist einfach ein Idiot der nicht im Frieden miteinander leben kann, weil er Frieden nicht zu schaetzen weiss

11.01.2019 20:53 Gerd Müller 8

Wenn der letzte Ami aus dem nahen Osten verschwunden ist, denn gibt es Frieden.
Ich glaube auch nicht das er aus Syrien abzieht.
Trump sagt hü und hot oder heute so und morgen so.
Verträge werden gebrochen, wie es ihm passt und unsere Abnicker in der Regierung sagen zu allem ja, weil sie keine eigene Meinung und kein Rückgrat haben.

11.01.2019 18:38 REXt 7

An@5Guter Schwabe, „Die Amis gehen, die Türken kommen und das syrische Volk flieht.“, dazu kommt noch, das der Sultan nun freie Hand hat gegen die Kurden vorzugehen( Terrorbekämpfung) mit deutschen Panzern(Leopard), seine Politik Freundin hält ganz ruhig, denn sie hat D an den ihn schon verkauft, mit dem Flüchtlingspakt! Da wird keine Kritik kommen.

11.01.2019 18:25 heribert54 6

@ Franzi (3)
In der Schule den Deutschunterricht geschwänzt?

11.01.2019 18:13 Guter Schwabe 5

Die Amis gehen, die Türken kommen und das syrische Volk flieht.

11.01.2019 17:41 Blumenfreund 4

Nur Leute die ewig Krieg und ewige Unruhe wollen, kritisieren den Abzug der US-Soldaten.
Bevor sich die demokratisch, kapitalistische Welt überall eingemischt hat, herrschte überall Ruhe und Ordnung !!
Erst die Einmischung des Westens erzeugt ja die ganzen Flüchtlingsströme.

11.01.2019 17:22 Franzi 3

der Trump kündigt es an und setzt es auch um , was er sagt, so muß es sein, wie unsere feinen Politiker die setzen auch alles um, nach ihre saudummen Reden für das Volk , merken das die feinen Gutmenschen den unterschied ??