US Marines vor einem CH-53E Super Stallion Helicopter an Bord der USS Makin Island.
US-Marines vor einem CH-53E Super Stallion Helicopter an Bord der "USS Makin Island" (Archivbild): Erstmals seit 2003 werden wieder US-Soldaten nach Saudi-Arabien verlegt. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Spannungen am Persischen Golf USA entsenden Truppen nach Saudi-Arabien

Erstmals seit 2003 entsenden die USA wieder Soldaten nach Saudi-Arabien. Verteidigungsminister Esper genehmigte bereits die Verlegung von Truppen und Material. Hintergrund sind die Spannungen mit dem Iran.

US Marines vor einem CH-53E Super Stallion Helicopter an Bord der USS Makin Island.
US-Marines vor einem CH-53E Super Stallion Helicopter an Bord der "USS Makin Island" (Archivbild): Erstmals seit 2003 werden wieder US-Soldaten nach Saudi-Arabien verlegt. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Inmitten der Spannungen am Persischen Golf verstärken die USA ihre Militärpräsenz in der Region. Erstmals seit 2003 schickt Washington wieder Soldaten nach Saudi-Arabien.

Verlegung von Truppen und Militärmaterial

US-Verteidigungsminister Mark Esper
US-Verteidigungsminister Esper (Archivbild) hat die Truppenverlegung bereits genehmigt. Bildrechte: dpa-Bildfunk

Der amtierende US-Verteidigungsminister Mark Esper genehmigte am Freitag (Ortszeit) die Verlegung von Truppen und Militärmaterial in das Königreich. Der Schritt stelle eine "zusätzliche Abschreckung" im Angesicht glaubwürdiger neuer Bedrohungen dar, erklärte sein Ministerium. Das US-Zentralkommando Centcom teilte am Abend mit, der Schritt diene als zusätzliche Abschreckungsmaßname und dazu, die Streitkräfte und Interessen der USA in der Region vor Bedrohungen zu schützen.

König begrüßt Stationierung

US-Soldaten treffen im August 1990 im saudi-arabischen Dharan
US-Soldaten treffen im August 1990 im saudi-arabischen Dharan ein. Damals wurden US-Truppen in das Königreich verlegt, um von dort das vom Irak besetzte Kuwait zurückzuerobern. Bildrechte: dpa

Der saudi-arabische König Salman hatte zuvor die Aufnahme von US-Truppen in seinem Land begrüßt. Man heiße die Stationierung zur Verteidigung der regionalen Sicherheit und Stabilität sowie zur Stärkung der Sicherheitskooperation mit den USA willkommen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SPA.

US-Medien hatten zuvor darüber berichtet, dass die Regierung von Präsident Donald Trump die Entsendung von bis zu 500 Soldaten nach Saudi-Arabien plane.

Spannungen dramatisch zugenommen

Die Spannungen am Persischen Golf zwischen dem Iran auf der einen Seite und den USA, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf der anderen nahmen in den vergangenen Wochen dramatisch zu. Am Freitag hatten iranische Kräfte zwei britische Öltanker in der Straße von Hormus aufgebracht. Eines der beiden Schiffe ließen sie später wieder weiterfahren.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. Juli 2019 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2019, 08:24 Uhr

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14 Kommentare

21.07.2019 10:44 Fragender Rentner 14

Die USA will wohl schon ihre Weltherrschaft unterstreichen?

Das soll sich freier Handel nennen, wenn einer bestimmen will wo es lang geht?

Und andere stehen ihnen noch zur Seite?

Wem soll und kann man da noch glauben?

Jeder erzählt uns seine "Wahrheit".

21.07.2019 09:01 Theo Clüver 13

US Krieger und Material beim Erzfeind Saudi Arabien (Saudi-Arabien gestand Mord an Journalist Khashoggi) zu stationieren ist KEINE vertrauensbildende Maßnahme.

20.07.2019 22:47 Gerd Müller 12

Man rammt ein Schiff und schon kann man Truppen senden, wie einfach doch die Logik ist.
Wie viele Kriege hat die USA angefangen?
Den Rest spare ich mir.

20.07.2019 18:00 Maxmoritz 11

Herr Trump nimmt sich aber auch etwas heraus! Ohne Herrn Maas zu fragen, unglaublich!

20.07.2019 17:02 Fragender Rentner 10

Toll, wie die USA in der ganzen Welt ihren Frieden sichert.

20.07.2019 14:16 CDU Wählerin 9

Geredet wird viel über den Frieden, es gibt sogar einen Ehrentag für den Frieden – den Weltfriedenstag ! Obwohl bzw. weil es # 5 nicht begreift: Die Leidtragenden sind die Völker und die Soldaten. Ältere Menschen haben den 2. Weltkrieg noch in ihren Köpfen mit Millionen Toten und unendlichem Leid. Im Befreiungskampf der Völker gegen Nazi-Deutschland trug die Hauptlast die ehemalige Sowjetunion mit bis zu 25 Millionen Toten an Soldaten und Zivilisten. Die ersten Atombomben kamen zum Einsatz über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki. Uns Europäern droht dieser Horror erneut, einen 3. Weltkrieg würde die Menschheit wohl nicht überleben. Das Säbelrasseln ist nicht mehr zu überhören und die Kriegsmaschinerie wird schon in besorgniserregendem Ausmaß von Amerika nach Iran transportiert. Auf der einen Seite stehen die USA-geführte NATO (wie hieß es mal, „nie wieder Krieg, die Ukraine, Russland und der Iran, Israel und Syrien mit abtrünniger Türkei.

20.07.2019 13:31 Klarheit 8

----"...Warum und zu welchem sinnvollen Zweck sollte ein autoritärer islamischer Staat Zugang zu Kernwaffen bekommen? ..."----,

was will ein Staat wie Israel , GB oder die Franzosen damit ??

---"....Von einer schon mitleiderregend provinziellen Sicht auf die Herrschenden Verhältnisse auf diesem Planeten mal ganz zu schweigen...."----,

hier scheint ja jemand die Weisheit mit Löffeln zu sich genommen zu haben .... naja denkt es vielleicht

20.07.2019 13:15 jochen 7

Es sind immer die gleichen Kriegstreiber die Konflikte beginnen

20.07.2019 12:54 Max W. - Stichwort: Beutegesellschaft 6

20.07.2019 10:19 Auf der Sonnenseite des Lebens (ein Krieg lässt meist den Goldpreis steigen und somit die Geldreserven der meisten Länder.

Und einiger Privatanleger ;-))

Der Goldpreis spielt für die Stabilität der Währungen keine Rolle mehr und dass seit Jahrzehnten - aber woher sollten sie das auch wissen.

20.07.2019 12:47 Max W. - Stichwort: Beutegesellschaft 5

Die Leserkommentare zeigen nur eines ganz überdeutlich: Schland ist und bleibt ein Land der "Kleinen Leute" - und Kleinleuteimmerangst und -immerfeindbild. Von einer schon mitleiderregend provinziellen Sicht auf die Herrschenden Verhältnisse auf diesem Planeten mal ganz zu schweigen.

Der Iran betreibt eine eindeutig aggressive Politik, die darauf abzielt, dem Westen Know How und hier vor allem kerntechnisches Know How abzupressen. Er versucht zu diesem Zweck westliche Staaten gegeneinander auszuspielen und ihnen die Schuld an der Eskalation zuzuschieben. Die tatsächlich einzig relevante Frage lautet aber: Warum und zu welchem sinnvollen Zweck sollte ein autoritärer islamischer Staat Zugang zu Kernwaffen bekommen? Für wen auf Terra könnte das auch nur irgendeinen Sinn haben - ausser vielleicht für die Altmaiers, Maas' und andere Vertreter eines entweder politisch klientelabhängigen oder offen ideologisch korru(mpier)ten Weltbildes.