US Marines vor einem CH-53E Super Stallion Helicopter an Bord der USS Makin Island.
US Marines kehren an Bord der USS Makin Island von einem Einsatz aus Syrien zurück: Vorerst sollen 200 US-Soldaten im Land verbleiben. Bildrechte: imago/ZUMA Press

200 Mann zur "Friedenssicherung" USA wollen doch nicht alle Soldaten aus Syrien abziehen

Die USA wollen doch nicht alle Truppen aus Syrien abziehen. Das hat Trump-Sprecherin Sanders angekündigt. Demnach sollen 200 der 2.000 in Syrien operierenden US-Soldaten zur "Friedenssicherung" im Land bleiben.

US Marines vor einem CH-53E Super Stallion Helicopter an Bord der USS Makin Island.
US Marines kehren an Bord der USS Makin Island von einem Einsatz aus Syrien zurück: Vorerst sollen 200 US-Soldaten im Land verbleiben. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung von US-Präsident Donald Trump wollen die Vereinigten Staaten doch nicht alle ihre Soldaten aus Syrien abziehen. Wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, sollen 200 Soldaten für eine gewisse Zeit zur "Friedenssicherung" in dem Bürgerkriegsland bleiben.

Irritationen nach angekündigtem Abzug

Sarah Huckabee Sanders
Sanders: "Eine kleine Friedenssicherungstruppe von rund 200 Soldaten wird für einen bestimmten Zeitraum in Syrien bleiben." Bildrechte: IMAGO

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember überraschend noch einen vollständigen Abzug aller 2.000 US-Soldaten aus Syrien angekündigt. Zur Begründung sagte er damals, dass die Terrormiliz "Islamischer Staat" besiegt sei. Die Ankündigung hatte national wie international für Irritationen gesorgt. Die Türkei hatte kurz darauf eine Offensive gegen die bislang mit den US-Truppen zusammenarbeitende Kurdenmiliz YPG im Nordosten Syriens angekündigt.

Zustimmung aus US-Politik

Konvoi der US-Armee auf der Straße zwischen Tall Tamr und Ain Isa, Syrien
Konvoi der US-Armee auf der Straße zwischen Tall Tamr und Ain Isa in Syrien. Bildrechte: imago/Sebastian Backhaus

Die jetzige Ankündigung von Trump-Sprecherin Sanders, vorerst doch nicht alle Truppen aus Syrien abzuziehen, wurde in der US-Politik positiv aufgenommen. Der republikanische Senator Lindsey Graham begrüßte Trumps Entscheidung, "ein kleines Kontingent amerikanischer Kräfte als Teil einer internationalen Stabilitätseinheit in Syrien zu belassen". Das werde sicherstellen, dass der IS nicht zurückkehren und der Iran nicht in das Vakuum vorstoßen werde, schrieb er auf Twitter.

Rätselraten um Begriff "Friedenssicherung"

Sanders machte zunächst keine konkreteren Angaben zu den US-Soldaten, die in Syrien bleiben sollen. Die Verwendung des Begriffes "Friedenssicherung" könnte aber darauf hindeuten, dass die USA europäische Staaten dazu bringen wollen, sich an einer solchen Mission zu beteiligen.

Laut dem Weißen Haus tauschte sich Trump am Donnerstag auch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan telefonisch über die Lage in Syrien aus. Beide Staatschefs hätten sich dabei darauf verständigt, weiter an der Schaffung einer möglichen Sicherheitszone im Norden Syriens zu arbeiten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Februar 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 08:22 Uhr